Stichwortsuche / Index

Dieses Verzeichnis mit seiner Stichwortsuche soll Ihnen helfen, die richtige Information oder das richtige Produkt zu Ihrer Frage zu liefern. Dieses gilt nicht nur für Schwedenfarben sondern für Farben im Allgemeinen.
Klicken Sie auf den jeweiligen Buchstaben, dann öffnet sich die Rubrik mit Suchbegriffen, die diesen Anfangsbuchstaben haben.

A

Acrylat

Acrylate sind wasserlösliche Acryl-/Latexfarben mit sehr hoher Standzeit. Diese Farben eignen sich ausgezeichnet als Fassadenfarben, für Kinderspielhäuser, Carports und auch für Dachunterstände, auf Holz/Putz/Beton/Metall, innen wie aussen. Lediglich auf öligen Untergründen sind diese Farben nicht die erste Wahl, ebensowenig auf harzhaltigen Hölzern wie Lärche oder Douglasie sowie auf Hölzern mit hohem Gerbsäureanteil (z.B. Eiche). Dort sind Öl- und Alkydfarben klar im Vorteil.

Acryl

… ist ein Kunstharz, den es im Hinblick auf Holzschutz in sehr unterschiedlichen Qualitäten gibt. Dieser Kunststoff härtet sehr schnell aus, kann jedoch auf elastischen Materialien wie Holz schnell spröde werden: Acryl ist thermoplastisch, wird bei Wärme weich, bei Kälte spröde. Für Aussenanstriche auf Holz jedoch keine Empfehlung.

 

Algizide / Fungizide

Unter dem Begriff Algizide versteht man verschiedene Substanzen, die ein Vermoosen bzw. einen Algenbewuchs auf Aussenflächen hemmen oder unterdrücken. Moose/Algen sind organische Ablagerungen, die z.B. durch Absonderung von Chlorophyll von Pflanzen auf nahezu allen Oberflächen anhaften und diese grün, braun oder schwarz werden lassen.
Fungizide sind hingegen Stoffe, die das Wachstum von Pilzen oder auch Schimmel unterdrücken.
Das Wachstum von Moosen/Algen sowie Pilzen/Schimmel wird durch feuchte Untergründe, einen Mangel an Sonnenlicht sowie warme Winter begünstigt. Feuchte Untergründe entstehen in der Welt von Farben und Lasuren zumeist auf diffusionsoffenen Anstrichen, da diese viel Feuchtigkeit in das Holz oder den Putz lassen. Auf solch feuchten Böden gedeihen Mikroorganismen sehr gut und blühen. Mangels Sonnenlicht, bleiben diese Bereich obendrein länger feucht (Nordseiten, im Schatten, unter Tischen/Stühlen/Pflanzkübeln). Ist der Winter zudem noch warm und feucht gewesen, steht dem Pollenflug im Frühjahr ein exzellenter Nährboden zur Verfügung.

Da sich die klimatischen Bedingungen in Mitteleuropa in den vergangenen 30 Jahren dramatisch verändert haben und in den meisten Landstrichen die Jahreszeiten feuchter sowie wärmer geworden sind, hat sich auch ein gutes Klima für Mikroorganismen entwickelt.
Da die Farbenindustrie zudem immer weniger „scharfe“ Biozide in Aussenfarben geben darf bzw. s.g. Biofarben sie erst gar nicht enthalten darf, stehen wir vor einer großen Herausforderung. Somit spielt die richtige Grundierung eine zunehmend wichtige Rolle (damit sind nicht Grundierer wie z.B. eine Bläueschutzgrund gemeint – das ist leider totaler Unfug), ebenso die Oberflächenstruktur einer Farbe, die im Idealfall keinen Gripp für die Wurzeln der Mikroorganismen liefert. So sind z.B. matte Farben deutlich anfälliger für einen solchen Bewuchs gegenüber Farben mit einem leichten Glanz.

Früher wurde oftmals Farben/Lasuren eine gewisse Menge an Blei zugegeben. Blei ist stark antibakteriell und hat eine Fassade über Jahrzehnte vor Moosen/Pilzen geschützt. Blei ist aber seit etwa 30 Jahren in Farben als Zusatzstoff verboten.
Ist Ihnen auch schon aufgefallen, daß unsere Straßenschilder heutzutage schneller vermoosen als noch vor 20 Jahren? Seit 20 Jahren haben wir (glücklicherweise) kein Blei mehr in unseren Treibstoffen. Das Blei hat sich rund um die Straßen als Ausstoss/Abgas verteilt und die Schilder sauber gehalten. Der Mittelstreifen auf der Autobahn war zwischen den Leitplanken leer – heute wachsen dort „Urwälder“…

Wenn Sie eine vermooste Oberfläche haben: es liegt nicht an der Farbe sondern an einer diffusionsoffenen Farbe/Lasur mit fehlender (richtiger) Grundierung, an den relativ laschen Bioziden und dem Klimawandel.

Alkyde

… sind Kunstharze, die in einem Veresterungsprozeß von mehrwertigen Alkoholen und Fettsäuren/Naturölen wie z.B. Leinöl, Olivenöl, Fischöl oder auch Rizinusöl entstehen. Alkyde kommen heutzutage in sehr vielen Farbarten vor. Durch Modifizierung können Alkyde für bestimmte Anforderungen verbessert werden (Urethanalkyd in Bodenfarben, Silikonalkyd für Holzfassaden im Aussenbereich). Alkydfarben sind sehr robust und stark wasserabweisend.

Atmungsaktiv

Farben werden irrtümlich auch mal „atmungsaktiv“ genannt. Gemeint ist damit die Diffusionsoffenheit der Farbschicht: Wasserdampf kann in beide Richtungen durch die Farbschicht.
Bei gemauerten oder geputzten Flächen ist es wichtig, daß eine Farbe diffusionsoffen ist. Salze im Mauerwerk binden Feuchtigkeiten. Die Feuchtigkeit kann jedoch unmöglich durch einen dichten Farbanstrich vom Mauerwerk ferngehalten werden. Da Putz oder Beton durch Feuchtigkeiten nicht faulen kann, wird hier diffusionsoffen gestrichen, damit Feuchtigkeiten immer den Weg zur Fassaden/Wandoberfläche finden.
Bei Holz im Aussenbereich hingegen ist ein diffusionsoffener Anstrich fatal. Da Holz einerseits keine Lunge hat (atmungsaktiv) und andererseits nicht nass werden darf – zumindest nicht über eine längere Zeit, versucht man immer das Wasser vom Holz fern zu halten. Zwar kommt die Feuchtigkeit bei einem diffusionsoffenen Anstrich auch mal wieder raus (wenn von aussen Wärme einwirkt), jedoch kann das mitunter eine ganze weile dauern….
Die Skandinavier streichen bereits seit Jahrhunderten mit sowohl diffusionsoffenen (Schlammfarbe) als auch nicht-diffusionsoffenen Aussenholzfarben (reine Leinölfarbe oder Nadelholzteer). Die Schlammfarbe wird und wurde immer schon im Bereich von Stallungen verarbeitet, insbesondere in der Region Falun, wo über das Jahr betrachtet immer eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit herrscht(e). In feuchteren Regionen hat man immer mit nicht-diffusionsoffenen Farben gestrichen, damit das Holz nicht nass wird. Hierzu zählen u.a. auch Holzboote, Zaunpfähle bis hin zu Wohnhausfassaden.

B

Balsamterpentin

Dieses Terpentin wird aus Nadelholzharz gewonnen und wird auch Naturterpentin oder Terpentinöl genannt. Es ist der ideale Verdünner für Naturölfarben, im Innen- als auch im Aussenbereich. Verwenden Sie Balsamterpentin, wenn Sie Leinölfarben oder pures Leinöl verarbeiten – sowohl das Holz als auch die Farbe braucht es! Gut 1000 Wirkstoffe des Harzes sind so gelöst in diesem Naturlösemittel, dienen somit nicht nur als Lösemittel sondern sind auch zeitgleich als Holzschutz zu verstehen.

Baumarktfarbe

… führen wir nicht in unserem Sortiment! Es ist der Sammelbegriff aller Farbarten, die beratungsfrei aus dem Regal genommen werden können, jedoch nur eine sehr kurze Standzeit mitbringen bzw. durch ihre Inhaltsstoffe schlicht überteuert sind.

Bienenbeuten

Viele Imker stehen vor der Frage, wie Bienenbeuten den maximalen Schutz erfahren können, ohne dabei gegen den geltenden Lebensmittelschutz zu verstoßen. Die Lösung: rohes oder gekochtes, entschleimtes Leinöl bzw. reine Leinölfarbe von Allbäck sowie der Holzimprägnierer SIOO:X!

Biofarbe

Zu unseren s.g. Biofarben zählen:
gekochtes oder rohes Leinöl farblos, verdünnbar mit Balsamterpentin (klimaneutral) sowie pur einsetzbar, für den Aussenbereich entschleimt
reine Leinölfarbe von Allbäck für innen und aussen
Wachslasur
Innenfarbe LINUS
SIOO:X Holzimprägnierer

Das schwedische Denkmalschutzamt hat unsere Leinölfarben ausdrücklich für den Einsatz auf ebensolchen Gebäuden freigegeben und ist bislang die einzige Leinölfarbe, die tatsächlich zu 100% die strengen schwedischen Normen für Biofarben erfüllt.

Zwar nicht Bio, aber immerhin: Unsere Holzteere sind aus natürlichen Rohstoffen produziert und haben teilweise veterinärische Heilfunktionen.

Bläue / Blauschimmel

Konstruktiv betrachtet, hat Bläue keine nennenswerte Bedeutung, da es das Holz im Wesentlichen nur hässlich verfärbt. Zumeist ensteht diese Verfärbung in Nadelhölzern, die auf Wetterseiten mit dünnschichtigen, wasserlöslichen Lasuren gestrichen wurden, ohne eine fungizide Vorbehandlung erfahren zu haben. Der oftmals benutzte s.g. „Bläuschutzgrund“ ist weder eine Grundierung noch ein echter Bläueschutz, vielmehr ein kurzfristiger Präventivanstrich, der in keinster Weise nachhaltig gegen Bläue schützt.
Dennoch: Bläue / Blauschimmel im Holz kann andere Schimmelarten anziehen!
Hemmen Sie diesen Befall durch den Einsatz von z.B. Grundieröl, was für die meisten Fassadenfarben sinnvoll ist. Ausnahme: nicht als Voranstrich für Schlammfarben geeignet! Durch das Grundieröl wird die Aufnahme von Wasser in das Holz gehemmt. Da Wasser im Holz einen Nährboden für Mikroorganismen darstellt, wird durch das Grundieröl die Entstehung von Schimmel unterdrückt. Sonstige Bläueschutzanstriche sind unsinnig, da sie lediglich vor dem Schimmel schützen, nicht jedoch vor dem Wasser im Holz. Und: kann Wasser ins Holz, werden diese Biozide ohnehin wieder ausgeschwemmt, wenn das Wasser aus dem Holz austritt (z.B. bei warmem Wetter). Die bioziden Chemikalien werden dann ebenfalls ausgewaschen und der vermeintlich Bläueschutz ist dahin… Also besser die Ursache bekämpfen und Wasser erst gar nicht ins Holz hinein lassen. Weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema finden Sie auch unter der Rubrik „Diffusionsoffen“ bzw. „Atmungsaktiv„.

Bodenfarbe

Auf Böden sind Beanspruchungen anders als an Wänden oder Decken. Verwenden Sie daher nur Farben/Lasuren für Böden, die dafür auch geeignet sind.

Auf Holzböden eignen sich
– die beiden Bodenfarben Golvfärg oder Golvfärg V
Reine Leinölfarbe von Allbäck
Wachslasur von Allbäck
Universallack 30/90 (Lasur bzw. Klarlack)
Holzöle wie rohes oder gekochtes Leinöl (farblos)
Holzimprägnierer SIOO:X (für Holzterrassen im Aussenbereich)

Auf Beton/Estrich ist die Bodenfarbe Golvfärg sowie der Universallack 30/90 geeignet – innen wie aussen.

Bodenöl

Sättigen Sie Ihren Holzfußboden mit Öl! Unsere Bodenöle hemmen die Rissbildung, sind hoch wasserabweisend und zudem extrem robust!

Bootsanleger

Im dauerhaften Naßbereich sollte mit Holzteeren gearbeitet werden. Diese ca. 1000 Jahre alten Produkte sind auch heute noch den handelsüblichen Industrieprodukten hoch überlegen. Ferner wird auf den begehbaren Flächen auchgerne der Holzimprägnierer SIOO:X eingesetzt. Hier ein Foto eines Bootstegs, der mit SIOO:X behandelt wurde: Foto Bootsteg vorher/nachher.

C

Carport

Ihr Carport soll dauerhaft geschützt oder farblich gestaltet werden? Ist es gehobeltes Holz, kann z.B. mit Silikonalkydfarbe, Dickschichtlasur, Emulsionsfarbe oder mit Leinölfarbe gestrichen werden. Holzteer wäre ebenfalls eine Möglichkeit. Sofern das Holz sägerauh und unbehandelt ist, ginge es auch mit einer Schlammfarbe (jedoch keine Empfehlung, da nicht abriebfest).

Chlor

… ist ein ideales Element zur Entfernung von Schimmel und Moosen. Ein weniger gefährliches Produkt ist unser Schimmel- und Moosentferner in der Rubrik „Verdünner und Reiniger„. Er ist zudem der Testsieger unter allen in Schweden getesteten Schimmelentfernern in 2008.

D

Dachsparren

Wenn Dachsparren im Aussenbereich frei liegen, werden diese häufig mit Acrylat gestrichen. Besser sind hier jedoch Alkydfarben wie z.B. Silikonalkydfarbe.

Denkmalschutz

Denkmalschutz wird auch in Farben abgebildet: s.g. moderne Farben finden hier eher selten die Zustimmung der jeweiligen Behörde. Leinölfarben und Holzteere hingegen sind da schon eher akzeptiert – weil diese Farben seit  jeher Verwendung gefunden haben und in Ihrer Qualität , dank des Ölgehalts, besser sind.

Dickschichtlasur

Diese Lasuren sind deckende Farben, die von der Holzmaserung nicht mehr viel preis geben – dafür haben sie eine deutlich höhere Standzeit als die Dünnschichtlasuren.

Unsere Dickschichtlasuren sind leinölbasierend – eine Frischkur für Ihr Holz und ein wichtiger Wetterschutz der Fassade. Ferner haften diese Farben ausgezeichnet auf bereits lasierten Oberflächen.

Verwenden Sie Dickschichtlasur auch für Fenster: hohe Blockfestigkeit, schnell trocknend, diffusionsoffen aber wasserabweisend.

Diffusionsoffen

Ist ein Farbanstrich diffusionsoffen (atmungsaktiv), soll er Feuchtigkeiten aus dem Holz lassen können. So wird es zumindestens in Deutschland propagiert.
Frage: wie sind die Feuchtigkeiten denn ins Holz hinein gekommen? Da man niemals feuchtes Holz streicht, kann Wasser nur durch die diffusionsoffene Farbschicht ins Holz gelangen. Keine Farbe hat eine intelligente Membran, die den Feuchtigkeitsaustausch regulieren kann. Warum das Wasser erst hinein lassen? Da das Wasser nicht durch die gesamte Holzschicht aus dem Inneren bis an die Aussenseite dringen kann, ist Feuchtigkeit immer durch die Wetterseite ins Holz gekommen, weil die Farbe diffusionsoffen ist.
Nächstes Problem bei diffusionsoffenen Farben/Lasuren:
Ist eine Holzfassade erwärmt und mit diffusionsoffener Farbe/Lasur gestrichen, dringt über Nacht Wasserdampf durch die Farbschicht ins Holz ein. Wenn es dann nicht kurzfristig wieder warm und trocken wird, bleibt die Feuchtigkeit im Holz. Es entsteht Staunässe, wodurch Schimmel begünstigt wird. Sollte es jedoch wieder warm und trocken werden, kommt das Wasser wieder aus dem Holz – und nimmt Holzinhaltstoffe mit. Das Holz laugt aus. Die Folge ist ein über die Jahre austrocknendes Holz, welches neben der Gefahr der Schimmelbildung zudem noch stark rissanfällig wird.
Auf Holzfassaden ist ein nicht-diffusionsfähiger Anstrich ratsam. Auf mineralischen Untergründen ist es umgekehrt.
Natürlich kann man eine diffusionsoffene Farbe wie z.B. Acrylat oder Emulsionsfarbe auf Holz verwenden. Da im Regelfall aber bei richtiger Grundierung das Holz bereits verdichtet wurde, spielt die Diffusionsfähigkeit einer Farbe keine Rolle mehr.
Fragen Sie bei nächster Gelegenheit einen Fachmann, warum er Ihnen eine diffusionsfähige Holzfarbe anbietet. Es ist immer die gleiche, falsche Antwort (s.o.).
Siehe auch „atmungsaktiv„.

Dünnschichtlasur

Lasuren sind semitransparente Anstriche, die sehr viel Holzmaserung erkennen lassen. Sie bilden einen hauchdünnen Film auf dem Holz, wodurch auch nur ein hauchdünner Bewitterungsschutz besteht. Daher sind s.g. „Wetterschutzlasuren“ irreführend, da sie nichts mit Wetterschutz gemeinsam haben.
Seit 2010 hat die EU die Inhaltstoffe von Farben und Lasuren sehr stark reglementiert. Seither werden überwiegend wasserlösliche Lasuren angeboten, die jedoch eher mit Tusche zu vergleichen sind. Nach spätestens 2 Jahren blättern diese ab bzw. sind durch die UV-Strahlung der Sonne runtergebrannt (verwittert) und/oder Schimmel hat sich unter diesen diffusionsoffenen Produkten gebildet. Lösemittelhaltige Lasuren sind etwas robuster, allerdings ist auch dort nach spätestens 3-5 Jahren das Ende der Standzeit erreicht.
Verwenden Sie Lasuren im Aussenbereich möglichst nur noch dort, wo mit geringer Bewitterung zu rechnen ist. Dieses wären z.B. Gartenmöbel oder überdachte Holzflächen.

E

Edelholz

Die dunklen Holzarten wie z.B. Teak, Mahagony, Ebenholz oder Merbau haben alle einen hohen Anteil an Ölen, wodurch diese von Haus aus einen sehr guten Eigenschutz mitbringen. Dennoch brauchen auch diese Hölzer mit der Zeit etwas Pflege. In diese Gruppe von Hölzern paßt unser Teaköl sehr gut, da es u.a. chinesisches Holzöl enthält, was eine exzellente wasserabweisende Oberfläche gibt. Ferner sorgen die enthaltenen Pigmente für einen guten UV-Schutz, ergrautes Holz bekommt seine natürliche Farbgebung zurück. Auch das farblose chinesische Holzöl sowie Teeröl (für Aussenhölzer) und das einfache Holzöl eignet sich ausgezeichnet für diese Holzarten.

Eisenmennige / Bleimennige

Der Begriff Eisenmennige ist in Skandinavien (Schweden/Norwegen) ein Farbton, der dort auch Faluröd oder Järnmönja genannt wird. Bei uns ist der Begriff Ochsenblutrot oder auch Schwedenrot geläufig – im wesentlichen aber Oxidrot als Pigment, wovon sich historisch O(x)chsenblutrot abgeleitet hat. Es ist somit kein Produkt als solches. Da die Begrifflichkeit Eisenmennige in Deutschland zumeist mit einem Rostschutz in Verbindung gebracht wird, mag hier mal eine fehlerhafte Übersetzung oder der allgemeine Sprachgebrauch die Ursache gewesen sein (wie der Klebestreifen, der allgemein als Tesastreifen bezeichnet wird, selbst wenn es ein anderer Hersteller ist oder das Wort Ochsenblutrot: es wurde nie Blut als Färbemittel eingesetzt, der Geruch von Eisenoxid und Blut ist jedoch vergleichbar und der Farbton ebenfalls).
Um Metalle im Aussenbereich gegen Rost zu schützen, hat man schon immer Leinölfarbe eingesetzt. In früheren Zeiten war es eine längere Phase lang Leinöl mit Bleimennige (Bleioxid), sonst wurde Leinölfarbe mit Eisenmennige (Eisenoxid) benutzt. Beides ergibt dann eine rote Farbe.
Das Wort Mennige steht für ebenjenes Bleioxid, was bereits zur Zeit des römischen Reiches als Färbemittel bekannt war – also als Pigment.
Entscheidend für einen guten Rostschutz ist, daß das Metall überwiegend rostfrei sein sollte, ehe es gestrichen wird. Um zu verhindern, daß die Oxidation des Metalls unter der Farbschicht voranschreiten kann und neuen Rost verursacht, muß das Metall gegen Feuchtigkeiten abgeschlossen werden. Dieses passiert immer dann, wenn ein Farbanstrich weder Wasser enthält, noch in irgendeiner Weise diffusionsoffen ist. Beides trifft auf Leinölfarbe zu.
Umgekehrt kann man auch eine Acrylfarbe mit dem Pigment Eisenoxid versehen. Dann ist der Farbton im Sprachgebrauch ‚Eisenmennige‘, allerdings hat man dann einen Anstrich, der rein gar nichts mit einem Rostschutz zu tun hat, weil Acrylfarben im Regelfall diffusionsoffen sind und Wasser an das Trägermaterial heran lassen bzw. im flüssigen Zustand Wasser enthalten. Rost unter der Farbschicht wäre das Resultat.
Kurzum:
Das Pigment Eisenoxid in einer Metallfarbe wird im deutschen Sprachgebrauch als Farbton „Eisenmennige“ genannt, in einer Holzfarbe heißt der Farbton dann „Ochsenblutrot“ oder „Schwedenrot“. Mennige (Eisen- oder Bleioxid) ist per se kein Rostschutz sondern nur ein Pigment, das Bindemittel (hier: Leinöl oder auch Alkydharz) macht es jedoch zu einem Rostschutz – im entsprechenden Farbton Eisenmennige/Eisenoxid/Schwedenrot/Ochsenblutrot.

Emulsionsfarbe

Diese Farben bestehen aus einer Mischung aus Wasser und Öl – wie z.B. die Schlammfarbe Falu Rödfärg. Es sind reine Fassadenfarben, ungeeignet für den Anstrich von Fenstern, Türen, Dachunterständen oder Kinderspielhäusern.

Da sie überwiegend aus Wasser bestehen, sind sie sehr preiswert, allerdings nicht für jede Oberfläche geeignet und nicht besonders ergiebig.

F

Falu Rödfärg

Es ist der Klassiker unter den Schlammfarben und blickt auf eine 400jährige Geschichte zurück und ist neben den Holzteeren und der reinen Leinölfarbe eine der ältesten Farben aus unserem Sortiment.

Achtung: Schlammfarben wie u.a. Falu Rödfärg eignen sich nur für sägerauhes, unbehandeltes (oder bereits mit Schlammfarbe gestrichenes) Kiefer- oder Fichtenholz. Sollten Sie behandeltes oder/und gehobeltes Holz haben, verwenden Sie eine andere Farbe aus unserem Sortiment (z.B. Leinölfarbe, Silikonalkydfarbe oder Emulsionsfarbe), sofern Sie eine Holzfassade streichen möchten.

 

Farbe

Unter Farbe versteht man im Allgemeinen einen deckenden Anstrich, der durch einen hohen Pigmentanteil ein einheitliches Farbbild auf einer gestrichenen Oberfläche erzeugt und den Untergrund nicht mehr erkennbar lässt. Reduziert man das Pigment bzw. verdünnt oder verflüssigt man eine Farbe, entsteht eine Lasur, die im Falle von Holz den ursprünglichen Farbton des Holzes noch erkennen lässt – vergleichbar mit Tusche.
Wenn es um den richtigen Schutz von Aussenhölzern geht, ist Farbe einer Lasur immer vorzuziehen.

 

Fensterfarbe

Fenster, Türen, Zargen und Simse sind maßhaltige Elemente. Hier verwenden die Skandinavier bevorzugt Leinölfarben, Dickschichtlasuren oder Silikonalkydfarben – also Alkydfarben. Diese sind nicht diffusionsoffen, wodurch Wasser nicht in das Holz einziehen kann. Verzieht sich das Fenster oder die Tür, weil das Holz feucht werden kann, schließt es nicht mehr richtig, ferner wird Farbe durch aufquellendes Holz rissig.
Wer irrtümlich schon mit „atmungsaktiver“/“diffusionsoffener“ sowie acrylhaltiger Farbe oder Lasur auf Fenstern und Türen im Aussenbereich gestrichen hat, kann jetzt zumindest mit der Tür- und Fensterfarbe Fönsterfärg V drüber streichen. Diese Polyurethanacrylfarbe hat eine enorme Blockfestigkeit und verträgt sich mit acrylhaltigen Voranstrichen (Öl- und Alkydfarben eher nicht).
Siehe auch Türen&Fenster.

 

Fungizide / Algizide

Siehe auch „Algizide„.

 

Fussboden streichen

Mangels geeigneter Produkte und dem nötigen Know-how werden in Deutschland Holz- und Estrichböden nur sehr ungerne mit Farbe gestrichen. In Skandinavien hingegen ist es das normalste der Welt. Vier Dinge gilt es zu beachten:

1. Welche Holzart soll gestrichen werden? Holz ist nicht gleich Holz. Grade stark belastete Flächen wie Böden verlangen ein Produkt, welches zur Holzart passt.
2. Unbehandeltes Holz nach Produktbeschreibung grundieren, unbehandelter Estrich ebenfalls nach Datenblattbeschreibung grundieren.
3. Einkomponentenbodenfarben trocknen sehr langsam. Ein solches Projekt kann sich ungeachtet der Flächengröße bis zu 3 Wochen dauern!
4. Bei bestehendem und intaktem Altanstrich kann direkt drüber gestrichen werden. Die Wahl der richtigen Farbart steht dann jedoch in Abhängigkeit zu den Inhaltstoffen des Altanstrichs. Hier helfen wir im Vorwege gerne.

Sollten Sie Buchenholz auf dem Boden ausgelegt haben, haben Sie das schwierigste Holz für einen Farbanstrich: oberflächlich sehr fest, wodurch Farben/Grundierer schlecht einziehen. Innerlich hingegen sehr elastisch, was bei Trittbelastung zur Deformation des Holzes und in Folge dessen zur Rissbildung in der Farbschicht führen kann. Hier sind die Vorarbeiten von größter Wichtigkeit.

G

Gartenhaus

Die südlich von Dänemark zu beziehenden Gartenhäuser bestehen zumeist aus Kiefern- oder Fichtenholz minderer Qualität. Diesen Umstand haben wir dem enormen Bedarf an Nadelholz zu verdanken, der vornehmlich aus China und dem nahen Osten rührt. Unsere Lieferanten aus Skandinavien kommen kaum mit der Produktion hinterher, billiges Nadelholz aus Brasilien findet seinen Weg nach Europa und mischt sich unter „das Volk“.

Da sich dieses schnell gewachsene, maserungsfreie Holz stark werfen kann oder teilweise schon krumm bei uns ankommt, sind Wasserfarben ohne richtige Grundierung kein sinnvoller Anstrich. Mit Hilfe von Grundieröl auf Leinölbasis erzeugen Sie eine Sättigung und stabilisieren das Holz. Auf gehobeltem Holz folgt dann der Sperr- und Haftgrund, der die Oberfläche des Holzes verdichtet und eine rauere Oberfläche hinterläßt, was der Anhaftung einer Farbe zugute kommt. Danach sollten Sie am besten mit ölhaltigen Farben wie u.a. Silikonalkydfarbe ODEN oder Emulsionsfarbe SOLID V fortfahren. Auf diesem Wege können Sie ein teures, jedoch aus minderwertigen Hölzern produziertes Gartenhaus sehr lange schützen.

Gartenmöbel

Für Möbel im Aussenbereich können Sie Lacke oder Öle bzw. Silikonalkydfarben verwenden. Reine Leinölfarbe ist ebenfalls geeignet, wenngleich ein etwas höherer Pflegeaufwand bei solchen Naturprodukten im Aussenbereich besteht (Naturfarben enthalten keine Biozide und können im Aussenbereich schneller Mikroorganismen annehmen, vermoosen somit rascher).

Grundieröl

Wenn Sie Holzfassaden im Aussenbereich streichen wollen, ist das richtige Grundieröl ausgesprochen wichtig: enthaltene Algizide und Fungizide hemmen die Bildung von Bläue und Moosen, gleichzeitig wird das Holz zum Kern gesättigt und dadurch träge. Grade bei Lasuren bzw. wasserlöslichen Farben (ausser Schlammfarben) ist der Einsatz dieses Grundieröls wichtig. Das Grundieröl hemmt die Feuchtigkeitsaufnahme des Holzes, wodurch einerseits keine Schäden durch Bläue, Schimmel entstehen kann, andererseits wird das Holz innerlich verfestigt und mangels Feuchtigkeitsaufnahme steif. Eine Farbschicht auf einem solchen Holz muss sich weniger „bewegen“, Rissigkeit und Abblätterungen bleiben aus.
Ein s.g. „Bläuegrund“ ist übrigens kein Tiefengrund geschweige denn überhaupt ein Grundierer. Diese Baumarktprodukte enthalten keine Öle und sättigen nicht, Wasser kann ins Holz einziehen. Kommt das Wasser wieder aus dem Holz heraus, werden die bläuehemmenden Stoffe mit dem Wasser ausgewaschen.

Sie brauchen kein Grundieröl auf frischem Lärchenholz bzw. auf Eiche oder Tropenholz. Grundieröle sind farblos.

Grundierung

Es gibt zwei Arten von Grundierungen: den Tiefengrund und den Sperr- und Haftgrund. Der Tiefengrund (Grundieröl, siehe oben) ist der allererste Anstrich auf dem unbehandelten Holz und dient der Tiefensättigung sowie zum Schutz gegen Pilze (Schimmel) und Parasiten sowie gegen Moose.

Der Sperr- und Haftgrund hemmt das Austreten von Harzen, hemmt das Eindringen von Schädlingen und gibt dem ersten Anstrich den nötigen Halt, zudem wird die Holzoberfläche gesättigt und das Holz arbeitet in der Folge weniger. Somit wird der folgende Farbanstrich auch nicht so stark durch das Arbeiten des Holzes beansprucht – und Risse werden unterbunden.

Die richtige Grundierung ist wichtiger als der spätere Deckanstrich! Mangels Sperr- und Haftgrund neigen die meisten Farben dazu, zeitig von der Fassade abzublättern. Achtung: mangels Produktkenntnis oder gefährlichem Halbwissen ist in einigen Foren zu lesen, daß ein Haftgrund deckend sein soll (ein Sperr- und Haftgrund ist zumeist weiß oder grau, wir haben zudem gelben, grünen, roten und blauen auf Lager). Diese Aussage ist grober Unfug! Ein vernünftiger Sperr- und Haftgrund soll lediglich eine Vermittlungsschicht zwischen Holz und Farbe darstellen.

H

Harz

Harz ist ein natürliches Produkt der Nadelhölzer wie u.a. Kiefer, Fichte oder Tanne. Harz befindet sich im frischen Holz in den Harzgallen und wird durch das Arbeiten dieser Weichhölzer oft aus dem Holz gepreßt. Dieser Umstand wird durch Ölfarben stärker unterbunden als durch wasserlösliche Farben – nicht zuletzt durch die sättigende Wirkung dieser Farben. Das Holz wird somit träge und die Gallen weniger stark beansprucht. Ein guter Sperr- und Haftgrund hemmt den Austritt von Harzen, ebenso Schelllack (speziell auf Ästen). Das Grundieröl sättigt das Holz und nimmt dem Holz die Beweglichkeit.

Haussockel

Wie streichen die Schweden eigentlich die Haussockel, unterhalb der Holzfassade? Es gibt verschiedene Farben mit unterschiedlichen Eigenschaften, die auf diesem Beton/Stein Verwendung finden: Putzfarben, Acrylate oder auch Leinölfarbe.

Holzdach

Holzdächer werden oft mit Teerpappe belegt oder traditionell mit nicht-diffusionsoffener Farbe gestrichen. Wenn Sie ein Gartenhaus mit Farbe streichen, verwenden Sie gerne die Farbreste von der Fassade und streichen diese auf das Dach, ehe eine Dachpappe verlegt wird.
Nicht-diffusionsoffene Farben für das Dach sind u.a. die Silikonalkydfarbe ODEN. Auch die diffusionsoffene Acrylatfarbe kann benutzt werden, wenn unbehandeltes Holz richtig gegen Feuchtigkeiten grundiert wurde: 1. Grundieröl, 2. Sperr- und Haftgrund. Diese Grundierer sind auch bei der Silikonalkydfarbe zu verwenden, um dieser harten Farbe eine möglichst bewegungsarme Oberfläche zu bieten.

Holzfassade

Die richtige Farbe für eine Holzfassade richtet sich nach der Holzart und Holzbeschaffenheit (bei neuem Holz) oder nach der zuletzt benutzten Farbart. Unbehandeltes bzw. neues Holz muss zuvor immer grundiert werden, damit keine Feuchtigkeiten in das Fassadenholz gelangen können (insbesodere bei diffusionsoffenen Farben) und dementsprechend das Holz kaum noch Eigenbewegung hat. Dieses verhindert Rissbildung in der Farbschicht, da Holz sich stärker bewegen kann als eine Farbe/Lasur elastisch ist. Beachten Sie auch unser Merkblatt für den Anstrich von Fassaden im Aussenbereich sowie die Datenblätter aus der Rubrik „Datenblätter“.

Holzöl

Die meisten Holzöle sind farblos und haben eine sättigende und pilzhemmende Wirkung im Holz. Durch die Tatsache, daß diese Öle nicht pigmentiert (eingefärbt) sind, besitzen sie auch keine UV-schützenden Elemente, wodurch das Vergrauen des Holzes aufgehalten werden könnte.
Holzöle müssen, je nach Einsatzbereich innen oder außen, alle 6-12 Monate (aussen) bzw. 5-10 Jahre (innen) erneuert werden.

Holzschindeln

Holzschindeln werden traditionell mit Nadelholzteer gestrichen. Verwenden Sie dabei Holzteer auf Basis von Nadelholz. Laubholzteer ist als Schutzanstrich ungeeignet, da er zuviel Pech enthält und das Holz verkleistert. Das führt wiederum zu Staunässe, das Holz kann faulen. Wir führen ausschliesslich  Nadelholzteer, Laubholzteer finden Sie im Fachhandel für Jagdzubehör.
Wenn Holzschindeln mit einer Farbe gestrichen werden sollen, ist dieses in Abhängigkeit zur Holzart und zu einem evtl. bereits bestehendem Altanstrich möglich. Hier beraten wir Sie gerne vorab – telefonisch, per Email oder bei uns vor-Ort in Hamburg.

Holzteer

Ein seit vielen Jahrhunderten verwandtes Produkt zur Erhaltung von Holz ist Nadelholzteer. Kein anderes Produkt bringt mehr Schutzmechanismen und Wirkstoffe zum Erhalt in das Holz wie dieses Traditionsprodukt. Achtung: nur Holzteer aus Nadelhölzern ist für den Holzschutz zu verwenden. Teer aus Laubholz wie z.B. Buchenteer ist eher schädlich und sollte hierfür gemieden werden. Wir vertreiben ausschliesslich Nadelholzteer! Laubholzteer wird für die Jagd verwendet. Holzteer trocknet nicht sondern muß einziehen können! Somit ist er nur auf unbehandeltem oder bislang nur mit Holzteer oder Öl behandeltem Holz geeignet. Je trockener und/oder verwitterter das Holz, desto schneller ist Holzteer eingezogen und der charakteristische Geruch verflüchtigt sich.
Nadelholzteer eignet sich für den Anstrich von Hölzern im Aussenbereich wie u.a. Holzfassaden, Weidezäunen oder Hochbeeten. Ungeeignet ist Nadelholzteer hingegen an Kontaktflächen wie u.a. Fenster/Türen, Möbeln oder auf Handläufen. Auf Holzterrassen bedingt, wenn das Holz sehr trocken ist und der Nadelholzteer stark verdünnt wurde (Blasamterpentin). Für Terrassen wäre sonst das helle Holzteeröl besser geeignet, da es bereits eine dünnflüssige, penetrierende Konsistenz wie handelsübliche Holzöle hat (aber mit 2-3 Jahren doppelt bis 3x so lange hält wie handelsübliche Öle).

Hühnerstall

Wie bei vielen anderen Stallungen auch, gilt es bei Nutztieren die Schadstoffe so gering wie möglich zu halten. Für Holzkäfige ist ein Anstrich mit reiner Leinölfarbe ein solches Produkt Ferner ist chinesisches Holzöl sehr geeignet, viele Nutztiere meiden zudem mit Holzteer  gestrichene Boxen: es ist im getrockneten Zustand unbedenklich, schmeckt jedoch nicht so gut wie unbehandeltes Holz…

I

Imprägnierung

Es gibt verschiedene Formen der Imprägnierung. Grundsätzlich soll eine Imprägnierung vor dem Durchfeuchten von Baustoffen wie u.a. Holz dienen. Zwar können Feuchtigkeiten weiterhin in das Holz einziehen, jedoch verhindern die Inhaltstoffe der Imprägnierer eine Fäulnis.
Eine Imprägnierung wird im Falle von Holz häufig im Tauchverfahren oder als Kesseldruckimprägnierung (KDI) umgesetzt. Bestimmte Imprägnierer werden aber auch gespritzt oder gepinselt – so z.B. unser Imprägnierer SIOO:X oder auch Eisensulfat. SIOO:X enthält Kalium und Silikat. Das Kalium bewirkt eine Alkalität von etwa 12, was für schädliche Mikroorganismen im Holz quasi „tödlich“ ist. Das Silikat hingegen hemmt die Wasseraufnahme ins Holz, was schädlichen Mikroorganismen den Nährboden nimmt. Die Verrottung des Holzes wird somit durch die beiden Mineralstoffe langfristig verhindert.
Eisensulfat hemmt ebenfalls die Bildung von Pilzen oder Schimmel, zeitgleich nimmt das Holz durch Sonneneinstrahlung einen silbriggraue Patina an – wie im Übrigen auch bei SIOO:X. Eisensulfat wird heute jedoch kaum noch als Imprägnierer für Aussenhölzer verwendet, da dieses Produkt recht giftig ist.
Eine stärkere Imprägnierung wird auch durch Nadelholzteer (alle Sorten, zudem Teeröl sowie Schwellenöl) ermöglicht. Nadelholzteer iwird aus verkokstem Nadelholzbaumstümpfen extrahiert und ist plakativ gesprochen flüssiges Holz – mit weit über 1000 gelösten Stoffen, die den Baum zu Lebzeiten vor schädlichen Einflüssen von aussen geschützt haben.

J

K

Kinderhaus

Eine oft gestellte Frage: „wie streiche ich unser neues Kinderspielhaus im Garten?“  Hier bietet sich entweder industrielle Leinölfarbe, Silikonalkydfarbe, reine Leinölfarbe, Emulsionsfarbe oder Acrylat an, da diese Farbarten abriebfest sind und ausgesprochen elastisch und robust auf stumpfe Schläge reagieren.

Für die reinen Leinölfarben spricht deren rein natürliche Zusammensetzung sowie der exzellente Holzschutz über bis zu 25 Jahre. Für das Akrylat die schnelle Trocknung und die enorme Elastizität. Die Silikonalkydfarbe ist wiederum die robusteste und bewitterungsresistenteste Farbe überhaupt, weswegen sie sehr häufig auf öffentlichen Spielplätzen zum Einsatz kommt.

Kuhstall

Siehe „Hühnerstall„.

L

Lackfarbe

Der Begriff Lackfarbe oder auch nur „Lack“ ist per Definition eine farbliche oder auch nicht-pigmentierte Beschichtung auf einem Trägermaterial. Diese Beschichtung liegt flächig auf dem Trägermaterial und dient in dieser Form als Schutz vor äußeren Einwirkungen wie z.B. Wasser/Feuchtigkeit oder Beschädigungen.
Das Wort Lack wird somit in Anstrichen verwendet, die eine solche Schicht erzeugen. Hierzu zählen u.a. Klarlacke oder Bootslacke (farblos), pigmentierte Klarlacke (Lasuren) sowie deckende Farben.
Ein Lack kann hart (Bootslack, Möbellack) oder auch weich (Acryllack) sein. Der Begriff „Lack“ sagt somit nichts über die Härte des Anstrichs aus, wie so häufig falsch interpretiert.

 

Lasur

Eine Lasur ist ein schichtbildender, transparenter bis semitransparenter Anstrich für Holz. Die Vorliebe der Deutschen für eine Lasur hat ihren Ursprung in der Nachkriegszeit, als zu wenig Material bzw. Rohstoffe vorhanden waren, um einen Anstrich dicker/gehaltvoller zu machen. Man hat eine Farbe schlicht höher verdünnt!
Damals wie heute wusste man, daß eine dünne Schicht ein Holz bedeutend kürzer schützt, da durch UV-Strahlung eine Verwitterung eintritt und die Lasur recht schnell abgetragen ist. Früher enthielten Lasuren entsprechend Zusatzstoffe, die dieses verlangsamten – und heute verboten sind. Aus diesem Grund halten heutige Lasuren im Aussenbereich kaum länger als 6-12 Monate (wasserlösliche Acryllasuren) bzw. 3-4 Jahre (lösemittelhaltige Alkyd- oder Öllasuren).

Streicht man dennoch mit Lasuren im bewitterten Assenbereich, sollte man den Anstrich immer regelmäßig überprüfen, denn: ist die Lasur verwittert, wird das Holz darunter nass und es kann sich Staunässe sowie Schimmel bilden. Lasuren bitte immer sehr regelmäßig nachstreichen, um dieses zu verhindern!

Leinöl

Das aus dem Samen des Flachs gewonnene Leinöl folgt uns Menschen schon seit vielen Jahrhunderten als Nahrungsmittel (etwa seit der Steinzeit) sowie auch für die Herstellung von Farben (frühes Mittelalter). Das Leinöl dient Farben als Binde- sowie als Konservierungsmittel.
Kaltgepresstes und durch Erwärmung sikkativiertes Leinöl wird für Farben verwendet. Rohes, kaltgepresstes Leinöl wird hingegen als farbloser Holzschutz bzw. auch als Grundierung vor einem Anstrich mit reiner Leinölfarbe benutzt. Im Gegensatz zum gekochten (sikkativiertem) Leinöl, härtet rohes Leinöl mitunter erst nach vielen Jahren aus. Weil rohes Leinöl jedoch erst sehr spät oxidiert/polymersisiert (durch Sauerstoffaufnahme aushärtet) und dadurch wesentlich länger fließfähig bleibt, hat es z.B. bei Holz eine deutlich bessere Tiefenpenetration als gekochtes/sikkativiertes Leinöl.
Leinöl ist in Lappen/Tüchern/Schwämmen selbstentzündlich! Sofern man mit solchen Materialien Leinöl verarbeitet, sollten diese nach der Arbeit ins Wasser oder in eine geschlossene Metalldose bzw. ein verschließbares Glas gelegt werden. Alternativ verbrennt man diese mit Leinöl getränkten Materialien kontrolliert.

Leinölfarbe

Leinöl ist die ökologisch reine und bestmögliche Holzschutzfarbe seit Jahrhunderten! Mit diesem Produkt schützen Sie Ihr Holz nachhaltig – und wenden sich deutlich von wasserbasierenden Baumarktfarben ab! Die Skandinavier folgen dem Prinzip Leinölfarbe unbeirrt weiter – aus Erfahrung um den Baustoff Holz sowie Metall und auch Stein!!!
Leinölfarbe ist im Gegensatz zum farblosen Leinöl nicht selbstentzündlich.

Artverwandte aber modernere Produkte sind Silikonalkydfarbe und Dickschichtlasur  (enthält u.a. auch Leinöl).

M

Matte Farben

Je nach Geschmack, wählt man eine Farbart, die entweder matt, seidenmatt, halbglänzend oder glänzend ist. Hinter dem Glanzgrad einer Farbe verbirgt sich jedoch auch ein Qualitätsmerkmal:
Die Bindemittel Öl, Alkyd, Acryl oder Acrylat in einer Farbe haben per se einen Glanz. Wenn eine Farbe matter werden soll, werden neben Pigmenten auch Füllstoffe hinzugegeben. Wenn eine Farbe sehr matt ist, so hat sie dann auch ein Ungleichverhältnis zwischen Bindemitteln und Füllstoffen – vergleichbar mit einem Kuchen, dem mehr Mehl zugeführt wurde. Der Kuchen wird dann brüchig. Eine Farbe hingegen verliert an Abriebfestigkeit und nimmt zudem mehr Schmutz an. Haben Sie mal versucht, aus einer einfacheren Tapetenfarbe aus dem Baumarkt einen Flecken aus der Oberfläche zu entfernen? Die Pigmente sind danach im Lappen, der Fleck jedoch eher verteilt…
Verwenden Sie matte Farben daher nur dort, wo wenig Kontakt besteht, nicht auf Möbeln, Handläufen oder Fußböden. Im Aussenbereich möglichst keine hellen Farbtöne, da diese sehr schnell Feinstaub annehmen und vergrauen.

Metallfarbe

Für Metalle sind sowohl Leinölfarben als auch Alkydfarben geeignet. Achten Sie darauf, daß das Metall frei von Rost ist und evtl. einen Grundieranstrich erfährt. Die Grundierung sollte immer aus einem nicht-diffusionsoffenem Bindemittel wie Leinöl oder Alkyd bestehen, damit Feuchtigkeiten nicht an das Metall heran kommen können. Blankes Metall sollte vor dem Anstrich leicht aufgeraut werden, damit die Farben besser haften.
Zink- oder Aluminiumbleche vor einem Anstrich abfetten/ablaugen und danach mit Stahlwolle aufrauen. Es folgt ein Anstrich mit einem Grundierer wie z.B. unserem Meistergrund 40V, danach wird die entsprechende Farbe 2x gestrichen.

Möbelöl

Für Möbel können wie Ihnen unser Sortiment an Ölen und Wachsen sowie Lackfarben für den Innenbereich empfehlen. Beachten Sie bei den Lacken, daß wir diese zumeist auf individuellen Wunsch anmischen – nach RAL, NCS oder nach eingesandtem Muster. Weitere Möglichkeiten der Ölung von Innen- und Außeneinrichtungen sind u.a. der Einsatz von chin. Holzöl.

Moos

Moose setzen sich meist an humiden Stellen ab, gerne auf Holz, Glas, Putz. Verwenden Sie unseren Moos- und Schimmelentferner, um dieser Problematik Herr zu werden.
Feuchte Oberflächen im Aussenbereich resultieren aus diffusionsoffenen Farben, die Wasser ins Holz lassen. Ein warmer Oktober gefolgt von einem feuchten Winter sorgen für eine mehrmonatige Feuchtigkeit im Holz. Wenn dann im Frühjahr der Pollenflug einsetzt, vermoosen solche Flächen recht schnell.
Grundsätzlich kann sich Moos auf nahezu allen Farbschichten absetzen. Am stärksten auf diffusionsoffenen sowie auf rein biologischen Farben. Letztere enthalten keine Biozide. Wenn Sie z.B. unsere reine Leinölfarbe im Aussenbereich einsetzen wollen, ist es ratsam, der Farbe einen geringen Anteil an Leinölfarbe Zinkweiß hinzuzugeben.
In Schweden ist es öffentlichen Gebäuden untersagt, Bäume/Büsche/Sträucher innerhalb von 3 Metern Abstand zur Fassade zu pflanzen. Dieser Abstand hemmt die Moosbildung ungemein.

Warum haben wir heute mehr Moosbewuchs als noch vor 20 Jahren?
Einfache Antwort: unsere Treibstoffe sind seit Jahren bleifrei. Blei ist ein Biozid hinsichtlich organischer Stoffe. Ferner haben sich die klimatischen Bedingungen in Europa stark verändert. Ein Sommer ist heute deutlich feuchter als früher, der Winter nicht mehr so kalt aber dafür ebenfalls feuchter. Dieses begünstigt Moos auf Oberflächen.
Zum Entferner von Moosen und Schimmel eignet sich unser Moos- u. Schimmelentferner excellent. Es ist ein Konzentrat. 1 Liter reicht für bis zu 120qm.

N

Naturterpentin

Siehe auch „Balsamterpentin“

O

Ochesenblutrot

Siehe auch ‚Eisenmennige‚.

Ölfarbe

Eine Ölfarbe ist ein Produkt, welches die Bindemittel Öl (zumeist Leinöl) oder auch den Kunstharz Alkyd (wird durch Veresterung aus Naturölen wie Leinöl, Sojaöl, Fischöl, etc. hergestellt) enthält.
Ölfarben sind Oberflächenfest, nicht diffusionsoffen und somit auch immer die 1. Wahl für den Anstrich von Hölzern und Metallen im Aussenbereich.

OSB-Holz

OSB-Platten als auch Spanplatten sollten wasserdicht gestrichen werden. Hier ist Leinölfarbe oder Alkydfarbe ratsam, ebenso Acrylat, wenn zuvor mit einer Sperrschicht (Sperr- und Haftgrund) vorgestrichen wurde. Vermeiden Sie Schlamm- oder Emulsionsfarben, das Holz würde hier aufquellen.

P

Pferdestall

Siehe „Hühnerstall„.

Pinsel

Wir führen ein Sortiment an Pinseln und Zubehör, welches wir überwiegend direkt ab Werk in Schweden beziehen. Wir legen Wert darauf, daß unser Pinselsortiment nur durch Qualitätsware bestückt ist.

Beachten Sie, daß es für die jeweilige Farbe oder den gewünschten Einsatzbereich auch immer einen entsprechenden Pinsel gibt:
Ein dünnflüssiges Produkt wie ein Öl oder eine Lasur wird mit einem Öl- und Lasurpinsel verarbeitet. Die Borsten dieser Pinsel nehmen sehr flüssige Stoffe besser auf, es tropft weniger heraus.
Ein dickflüssigeres Produkt wie z.B. eine Farbe hingegen sollte unter keinen Umständen mit einem Öl- oder Lasurpinsel gestrichen werden, da diese Borsten recht hart sind und das Finish der Farbe ruinieren (streifig, wie eine gekämmte Oberfläche). Hier nimmt man wiederum Öl- und Fassadenfarbenpinsel. Diese sind wesentlich feiner und nehmen mehr Farbe auf.

Putzfarbe

Wer Mauerwerk streichen möchte, verwendet grundsätzlich diffusionsoffene Farben. Im Gegensatz zu Holzoberflächen, die gegen Feuchtigkeiten abgesperrt werden müssen und somit im idealfall nicht mehr diffusionsoffen sind, kann die Feuchtigkeitsaufnahme von mineralischen Untergründen nicht gänzlich gegen Feuchtigkeit abgesperrt werden. Salze im Mauerwerk binden sogar Feuchtigkeiten sehr gut. Daher muss diese eindringende Feuchtigkeit immer wieder heraustreten können.
Die Grundierung von Mauerwerk (Putz, Beton, Gasbaustein, etc.) dient somit immer dem Ziel, der Feuchtigkeit den Weg zur Oberfläche zu ebnen. Die Grundierung wird daher auch immer erforderlich, bevor ein Neuanstrich erfolgt – egal, ob die Fläche schon mit Farbe gestrichen wurde oder noch gänzlich unbehandelt ist. Denn: je mehr Farbschichten übereinander liegen, desto geringer wird die Diffusionsfähigkeit. Der Grundierer vor dem Neuanstrich erhält somit die Diffusionsfähigkeit trotz zunehmender Schichtstärke. Ferner sorgt der richtige Grundierer auch dafür, daß die Oberfläche besser gebunden wird und sich beim Rollen/Pinseln keine mineralischen Pigmente lösen können. Ein solcher Grundierer ist z.B. unser Betoprime.

Q

R

Restfeuchte

Unter der Restfeuchte versteht man den Feuchtgehalt im Holz. Dieser sollte in Abhängigkeit der jeweiligen Farbart nicht über einen bestimmten Wert liegen:

– Schlammfarbe, Emulsionsfarbe max. 15%
– Leinölfarbe, Silikonalkydfarbe, Dickschichtlasur, Holzteer max. 18%
– Sperr- und Haftgrund, Grundieröl max. 15%

Auf der anderen Seite sollte das Holz keine Restfeuchte von weniger als 10% haben. Dann ist das Holz zu trocken und kann unter Feuchtigkeitseinfluss sehr viel Wasser aufnehmen. In solchen Fällen sollte das Holz besser 2x mit Grundieröl vorgestrichen werden, um eine sinnvolle Sättigung zu erhalten.

Ein Meßgerät zur Restfeuchtemessung kann man ab etwa 10 Euro bekommen, besser weil genauer sind jedoch die Meßgeräte, wie sie z.B. ein Maler oder Parkettleger benutzt.

In Skandinavien wird übrigens sehr häufig erst nach frühestens 6 Monaten mit dem Erstanstrich von neuem Holz im Aussenbereich begonnen. Holz muß nicht sofort gestrichen werden, u.a. auch wegen der Restfeuchte!

S

Sägerauhes Holz

Es gibt drei Schnittarten, wie das Holz aus einem Sägewerk kommen kann:

– Der 1 Schnitt wird sägerauh genannt – das Holz ist splittrig, mit Handschuhen anzufassen
– Der 2 Schnitt ist feingesägt – leichte Rauhigkeit im Holz, fast glatt
– Letztlich folgt der Hobel, der das Holz gänzlich glatt macht.

Je rauher das Holz, desto besser hält Farbe. Leider bekommt man dieses Holz im deutschsprachigen Raum nicht immer und überall…
Auch die Diffusionsfähigkeit ist bei sägerauhem Holz besser: aufstehende Holzfasern geben Feuchtigkeit besser ab als blankgeschliffenes Holz.

Schimmel

Beseitigen Sie jede Art von Schimmel mit unserem Schimmel- und Moosentferner.  Er wird lediglich auf die Holz- oder Putzfassade bzw. Glasfächen gespritzt und nach 20 Minuten mit klarem Wasser abgespült. Nach weiteren 2-3 Tagen fallen die schwarz gewordenen Sporen selbständig von der Oberfläche.

Schlammfarbe

Schlammfarben sind Farben, die aus Wasser, Weizen- oder Roggenmehl, Leinöl und Pigment hergestellt werden. Sie eignen sich ausschliesslich für sägerauhes und  unbehandeltes bzw. bereits mit Schlammfarbe gestrichenes Holz (Kiefer / Fichte / Tanne) im Aussenbereich.
Da Schlammfarben nicht abriebfest sind, eignen sie sich auch nicht für Fenster, Kinderspielgeräte oder Möbel. Ist das Holz jedoch sägerauh und unbehandelt, gilt hier: Standzeit 10-15 Jahre, lichtecht, atmungsaktiv, preiswert, einfache  Verarbeitung, ökologisch einwandfrei.
Nach dem Ende der Standzeit kreidet Schlammfarbe stärker aus. Vor einem Neuanstrich ist die alte Schlämme mit einer Drahtbürste zu entfernen. Danach folgt ein einmaliger Renovierungsanstrich.

Silikonalkydfarbe

Es handelt sich bei dieser Farbe um ein Produkt, welches sich aus der Basis Alkydharz und der Zugabe von Silikonmolekülen (Kieselöl) zusammensetzt. Der Begriff „Silikon“ wird hierbei oft falsch interpretiert: im Gegensatz zur Silikonmasse, die wir z.B. im Badezimmer verwenden, sorgt dieses Molekül in der Farbe für eine enorme Diffusionsoffenheit – deutlich besser als bei herkömmlichen Alkydfarben! Da diese Moelküle in der Oberfläche der Farbe eine sehr schlechte Anhaftung für Moose und Pilze abgeben, gleichzeitig jedoch Feuchtigkeit zwischen diesen Molekülketten ausgetauscht werden kann, ist es die wohl beste Holzfassadenfarbe, die es zur Zeit gibt. Verwenden Sie diese Farbart für:

Gartenhäuser, Holzfassaden, Handläufe, Gartenmöbel, grundiertes Metall oder Dachüberstände. Beim Anstrich von Möbeln bzw. auf liegenden Flächen und im Innenbereich ist zu beachten: nur in dünnen Schichten streichen, viel Licht und Luft sowie Raumtemperatur begünstigen ein ordentliche Trocknung, möglichst jedoch bei Aussenluft und -licht trocknen lassen.

Strandkorb

Wie schütze ich meinen Strandkorb vor der Veralterung? Nutzen Sie z.B. einen Bootslack! Was auf Schiffen gegen UV- und Salzwassereinfluß schützt, kann auf  Weidengepflecht nicht schlecht sein…
Auch Leinöl ist nicht verkehrt, chinesisches Holzöl geht auch sehr gut.

T

Täcklasyr

Es ist der schwedische Begriff für „Dickschichtlasur“ und wird zumeist mit dem Zusatz „Oljebaserad“ versehen – ölbasierend. Dahinter verbirgt sich der Zusatz  Leinöl und/oder Alkydharz und macht aus einer Fassadenfarbe eine echte Holzschutzfarbe.

Diese Dickschichtlasuren enthalten gegenüber der reinen Leinölfarbe noch ein Alkydharz, wodurch die Oberfläche wesentlich härter wird und zudem schneller trocknet. Zusätzlich wird hierdurch die Haftung auf anderen Lasuren auf Öl- bzw. Alkydbasis deutlich verbessert.

Teakholz

Es ist eines der edelsten Hölzer und bedarf lediglich einer kleinen Ölung – mit etwas  Teaköl oder, wenn die graue Verfärbung gefällt, gerne mit chinesischem Holzöl. Ebenso sehr beliebt, weil deutlich langlebiger als Öle im Aussenbereich: der Holzkonservierer SIOO:X. Für Teakholz verwendet man den Konservierer SIOO:X Marine.

 

Technisch getrocknetes Holz

Früher wurde ein Baum nur im Winter bei Vollmond geschlagen. Danach wurde das Holz zugeschnitten und 3 Jahre gelagert, ehe es weiterverarbeitet wurde.
dieses Verfahren ist recht kostspielig und durch den stetig zunehmenden Bedarf an Holz zudem sehr aufwendig, was die Lagerhaltung betrifft. Zwar ist solches Holz heute noch zu bekommen, preislich jedoch in einer ausserirdischen Dimension.
Um frisches Holz schneller trocken zu bekommen (um die Restfeuchte auf unter 18% zu drücken), wird Schnittholz in einer Trockenkammer getrocknet. Dieses Verfahren ist sehr schnell und deutlich preiswerter. Allerdings nimmt Holz durch dieses Verfahrenen einen großen Schaden, den man zunächst nicht wahrnimmt:
jeder Baum hat zu Lebzeiten einen Eigenschutz, der u.a. durch Enzyme wie Pinosylvin zustande kommt und den Baum vor Parasiten und Verrottung durch Mikroorganismen schützt. Diese Enzyme befinden sich in allen Bereichen des Holzes und bleiben dem Holz erhalten, wenn dieser über mehrere Jahre langsam durchtrocknet. In der Trockenkammer hingegen werden diese Enzyme durch die hohe Wärmeentwicklung sehr schnell an die Holzoberfläche gezogen und verschwinden damit aus dem Holzkern, ferner nehmen die Enzyme auch Schaden und sind nach der Wärmebehandlung entweder stark dezimiert oder schlicht verbrannt. Das Holz ist zwar trocken, nun aber auch richtig „tot“ und sehr sensibel hinsichtlich Feuchtigkeiten als Nährboden für Mikroorganismen/Schimmel/etc.
Dieser Umstand macht eine Verwendung von Grundieröl als Erstbehandlung erforderlich, damit das Holz wieder eine gesunde Eigensättigung hat und ein Schutz gegen Keime/Mikroorganismen bis hin zum Kern erhält. Grundieröl zieht sehr tief ins holz ein, hemmt die inneren Spannungen im Holz und minimiert die Gefahr der Rissbildung von techn. getrocknetem Holz.

Terpentin/Terpentinöl

Siehe auch „Balsamterpentin“

Terpentinersatz

Ein mineralisch gewonnenen Lösemittel, welches in den letzten Jahrzehnten die natürlichen Lösemittel immer weiter verdrängt hat. Da es bislang in der Produktion preiswerter als Terpentin gewesen ist, konnte entsprechend mehr und mehr  abgesetzt werden. Leider ist Terpentinersatz ein s.g. Ozon-Killer, wodurch dieses Lösemittel bedingt durch eine EU-Verordnung in immer geringeren Mengen in Farben vorkommt. Das Ursprungsprodukt Terpentin (Balsamterpentin, Terpentinöl) ist  dahingehend unbedenklich und biologisch gut abbaubar, zudem ist es nicht nur ein Verdünner wie Terpentinersatz sondern zugleich auch noch Holzschutz.

Das von uns angebotene Terpentinersatz ist ein aromatenfreies Produkt, es ist  praktisch geruchlos und eignet sich auch als Verdünner von lösemittelhaltigen Farben für den Innenbereich.

Terrasse

Schützen Sie Ihre Holzterrasse vor Rissbildung – es ist wichtiger als der Erhalt der natürlichen Holzfarbe, der bedingt durch die starke Zunahme an UV-Strahlung ohnehin nicht konserviert werden kann!!! Mittels Öl erreichen Sie einen starken Werterhalt für Ihre Holzterrasse heraus: entweder mit Holzöl bzw. Teeröl oder gar mit Kieselöllasur! Holzteer ist nur auf den Bereichen geeignet, wo direkter bzw. andauernder Wasserkontakt besteht – also für die Unterkonstruktion, da es das Holz hier enorm vor dem Verrotten hemmt. Wählen Sie dafür speziell die dunkleren Holzteere  bzw. das Schwellenöl (Sleepers Oil). Auf der Terrassenoberfläche kann es genutzt werden, die Trocknung kann jedoch mehrere Wochen andauern und die Terrasse bleibt für diese Zeit unbegehbar.
Und für diejenigen, die das jährliche Ölen der Terrasse lästig finden (Öle halten im Regelfall nur 6-24 Monate im Aussenbereich, sind dann durch die UV-Strahlung der Sonne verbrannt), eignet sich der Holzkonservierer SIOO:X sehr gut, der im Mittel nur alle 6-10 Jahre erneuert werden muss.

 

Türen / Fenster

Das Streichen von Türen & Fenstern ist immer eine Herausforderung – insbesondere im Aussenbereich!
Türen&Fenster sind s.g. Kontaktflächen und werden sehr stark beansprucht:
Schläge durch das Zuschlagen, Abrieb im Bereich der Griffe/Oliven, Fusskontakt an Türen im unteren Drittel, Abtropfkanten sowie Einfassung von Glas mit Kittfalz in Verbindung mit Kitt.
Besonders im Aussenbereich gilt höchste Präzision bei allen Arbeitsschritten, da das Streichen von Filigranholz (z.B. Fensterrahmen) oder das Aushängen einer Haustür mit viel Arbeit verbunden ist und diese Arbeiten möglichst die nächsten 10-20 Jahre nicht wiederholt werden sollten.

Die Wahl der richtigen Farbart ist dabei immer abhängig vom evtl. Altanstrich, der nicht entfernt werden muss, wenn dieser noch intakt ist. Eine Farbe für Türen&Fenster muss immer Blockfest sein (Öl- und Alkydfarben, Polyuretanacrylfarben).
Niemals ohne die richtige Grundierung arbeiten, wenn das Holz blank ist (neues oder unbehandeltes bzw. abgeschliffenes Holz). Gilt auch für Metalle.
Bedenken Sie, daß Farben immer audgehärtet sein müssen, ehe man Türen&Fenster wieder schließen/einbauen kann. Bei einigen Farbarten kann dieses bis zu 48 Stunden dauern, was bei einer Aussenhaustür fast nur zu Zeiten des Rohbaus möglich ist. Im Bedarfsfall mit dünnen Klebestreifen oder Streichhölzern für nötigen Abstand zwischen gestrichenen und ungestrichenen Kontaktbereichen sorgen.
An den Abtropfkanten äußerst gewissenhaft streichen, damit sich dort keine Feuchtigkeiten in das Holz saugen können. Hier sind im Übrigen diffusionsoffene Farben die schlechteste Wahl!

U

Unterstände

Der Dachunterstand wird traditionell in Schweden mit Leinöl- und Alkydfarbe gestrichen. Acrylate werden jedoch immer häufiger eingesetzt, da beim Streichen „über-Kopf“ wasserbasierende/dünnere Farben leichter von der Hand gehen und die schnellere Trocknung eine kürzere Gerüstzeit mit sich bringt. Da Silikonalkydfarben jedoch enorm viel länger halten als vorgenannte Farbarten, sowie eine bessere Resistenz gegen organischen Bewuchs besitzen als Acrylate, gewinnt diese immer mehr an Bedeutung.

 

UV-Strahlung

Ein Problem in der Farbenindustrie ist die stark zunehmende UV-Belastung für Farben im Aussenbereich in den vergangenen Jahren. Diese von der Sonne emittierten Lichtstrahlen sind immer schon die Ursache dafür gewesen, daß Farben mit der Zeit stumpf/matt wurden. Die Oberfläche der Farb- oder Lasurschicht verbrennt und wird dünner, das verbrannte Material bleibt als Pulver auf der Oberfläche liegen. Diese Form des „Sonnenbrands“ war früher nicht so stark ausgeprägt wie heute. Wir selber erleben dieses durch einen raschen Sonnenbrand auf unserer Haut, wenn nicht entsprechend mit einer Sonnencreme und einem ausreichenden Lichtschutzfaktor eingecremt wird.
Farben kann man jedoch nicht so ohne weiteres mit einer Creme schützen. Ferner sind viele Farbtöne, die synthetische Pigmente enthalten, einem rascheren Ausbleichen unterworfen. Hierzu zählen viele Farbtöne im Bereich rot, gelb, grün und blau, die zudem sehr klar und kräftig sind (lesen Sie hier mehr zu dem Thema).
Ein Schutz gegen das schnelle Verbrennen der Farbschicht ist einerseits die Zugabe von mineralischen Partikeln (Silikat bei der Silikonalkydfarbe ODEN bzw. der Silikatputzfarbe BETOPAINT), andererseits die Wahl von eher pastelligen oder auch grauen Farbtönen  bzw. Farbtöne auf Basis anorganischer Pigmente.
Das Verbrennen der Farbschicht ist grundsätzlich etwas positives, da die Farbschicht sich immer wieder verjüngt und durch Renovierungsanstriche nicht immer dicker wird. Dennoch verbrennt Farbe heute schneller als früher, wodurch die Oberfläche schneller matt/stumpf aussieht und ein Renovierungsanstrich früher vonnöten ist.

V

Verwittern / Verwitterung

Die UV-Strahlen der Sonne begünstigen eine Bräunung der Haut während des Sonnenbads. Fehlt es jedoch an der richtigen Sonnenschutzcreme und/oder das Sonnenbad dauert länger als es die Haut verträgt, bekommen wir Mitteleuropäer mit heller Haut einen Sonnenbrand, verbrannte Haut löst sich. Ähnlich verhält es sich mit Farbe und Lasur:
Die Beschichtung mit einer Farbe/Lasur wird durch die UV-Strahlung runtergebrannt und schwindet. Auf sonnenbeschienenen Seiten schneller, auf abgewandten Seiten langsamer oder überhaupt nicht. Hat eine Farbe/Lasur zuviel Sonne abbekommen, wird sie stumpf/matt und färbt bisweilen bei Kontakt sogar ab. Wir sprechen dann auch hier von einem Sonnenbrand, da sich die oberste Farbsschicht auflöst.
Bei einer Dünnschichtlasur kann dieses bereits nach 6-12 Monaten auf einer Sonnenseite der Fall sein, weil der Anstrich schlicht zu dünn ist. Bei einder deckenden Farbe dauert es, je nach Produkt und Bewstrahlung, 3-10 Jahre. Jedoch: bei einer Farbe ist dann im Normalfall nur das erste Viertel der Schicht verbrannt. Wischt man bei einer verwitterten Ölfarbe diese stumpfe Patina mit einem Öllappen (Leinöl, Sonnenblumenkernöl, etc.) ab, sieht der Anstrich wieder wie neu aus und muss erst weitere 3-10 Jahre später neu gestrichen werden, da dann die Hälfte der Schicht weg ist.
Dieser Umstand ist kein Nachteil sondern ein selbstreinigender Effekt, verhindert dadurch eine durch regelmäßiges Überstreichen stetig zunehmende Schichtstärke einer Farbe. Menschliche Haut regeneriert sich von alleine, Farbe bekommt dann durch einen Neuanstrich eine neue Haut, die dann wieder zwei Verwitterungszyklen durchhält – wohlgemerkt Farbe, nicht Lasur. Eine Lasur macht nur einen Zyklus mit…

 

Veterinärische Zwecke

Unter den Holzteeren hat sich „Äkta Trätjära“ u.a. auch als Heilmittel bei Hufverletzungen bewährt. Kaum ein anderes Produkt ist so vielseitig und  hocheffektiv wie Holzteer!

W

Wasserfarbe

Wussten Sie schon, daß Farben auf Wasserbasis fast ausnahmslos weniger ökologisch, gar sogar schädlicher als lösemittelhaltige Farben sind?
Gewiss ist Terpentinersatz in Farben und Lasuren nichts, was man als gesund bezeichnen darf. Terpentin reizt die Haut, trocknet diese aus und steht auch im Verdacht, die Ozonschicht zu zu zerstören. Allerdings: der Ausstoß an Terpenen (Kohlenwasserstoffverbindungen) eines einzigen Nadelwaldes ist immens im Verhältnis zu den Mengen, die aus frischen Farben ausdünsten.
Wasserbasierende Farben sind entsprechend frei von Terpenen oder haben zumindest einen extrem geringen Anteil an flüchtigen organischen Stoffen (VOC). Dieses führte im Jahr 2010 zur EU-Klassifizierung von Farben nach der Norm VOC 2010.
Was dabei jedoch komplett vernachlässigt wird: wasserbasierende Farben enthalten ausnahmslos Konservierungsstoffe, um zu verhindern, daß das Lösemittel Wasser in der Farbdose bereits nach wenigen Wochen ab Produktion durch Mikroorganismen kippen und faul werden kann. Diese Konservierungsstoffe gelten im allgemeinen als allergiefördernd, was sie für eine Anwendung auf u.a. Kinderspielzeug fraglich werden läßt. Es sind eben jene Produkte, die mit dem TÜV-Siegel Blauer Engel versehen sind. Dieses Siegel wird vergeben, wenn diese Produkte Wasser als Lösemittel enthalten. Weitere chemische Zutaten werden hingegen nicht genauer geprüft…
Ferner enthalten viele wassergebundene Farben auch Acryl bzw. Acrylat. Dieses Bindemittel wird aus Rohöl hergestellt und setzt in der Produktion Umweltgifte frei – schlecht für die Ökobilanz.
Letztlich sind acrylhaltige Farben und Lasuren später Sondermüll. Im Verbrennungsprozeß werden weitere Giftstoffe freigesetzt, die nicht unkontrolliert in die Luft entweichen dürfen.

Farben auf Basis von Lösemitteln, wie das heutzutage übliche aromatenreduzierte Terpentinersatz (Testbenzin), enthalten neben diesem Lösemittel zumeist Öle oder Alkydharze. Typische Öle sind Leinöl oder chin. Holzöl (Tungöl). Alkydharze werden aus diesen Naturölen durch eine Veresterung hergestellt. Somit nachwachsende Rohstoffe, die keinerlei Konservierungsstoffe enthalten und eine deutlich bessere Ökobilanz aufweisen. Ist eine solche Farbe durchgetrocknet und hart, enthält sie auch keine Lösemittel mehr und ist in diesem Moment auch für Kinderspielzeug besser.

Wer weder Konservierungsstoffe noch Lösemittel auf Kohlenwasserstoffverbindungen in seiner Umgebung wünscht, wählt eine biologische Farbe wie z.B. die reine Leinölfarbe von Allbäck. Diese enthält nur Leinöl und Naturpigment. Für den Aussenbereich kommt noch der Holzimprägnierer SIOO:X hinzu, der rein mineralisch aufgebaut ist (Kalium und Silikat, Stoffe aus der Erde).

Weidezaun

Weidezäune können vor der Verankerung im Erdreich mit  Nadelholzteer eingestrichen werden. Dieses seit über 1000 Jahren bekannte Produkt aus Wikingerzeiten ist ein exzellenter Holzkonservierer und schützt maximal vor Verrottung im dauerfeuchten Bereich. Ferner schützt er vor Verbiß im Bereich der Zaunelemente.

X

Y

Z

Zaun

Holzzäune, speziell die beliebten, weil preiswerten, Kiefern- oder Fichtenholzzäune, brauchen Sättigung durch Öl.  Es hemmt bei diesem filigranen Holz die Rissbildung, mindert das Verziehen der Zaunlatten. Daher ist vor einem Anstrich mit Farbe oder Lasur eine Ölgrundierung extrem wichtig. Für die meisten Produkte wird hierfür das Grundieröl eingesetzt, bei reiner Leinölfarbe ist es das rohe und entschleimte Leinöl.
Da das Streichen von Zäunen vom Schwierigkeitsgrad her gleich an 2. Stelle nach Fenstern einzuordnen ist, sollte man von Anfang an das richtige Material mit der dazu optimalen Grundierung wählen, um möglichst lange keine Renovierungsanstriche vornehmen zu müssen. Verwenden Sie daher für freistehende Hölzer wie Zäune niemals acrylhaltige Farben und erst recht keine acrylhaltigen Lasuren. Acrylanstriche lassen viel Wasser ins Holz, was sehr schnell zur Rissbildung durch u.a. Staunässe führt. Da Acryllasuren kaum länger als 6-12 Monate auf einem Zaun „durchhalten“ und man auf Acryl immer wieder nur Acryl streichen kann (wenn man zuvor nicht alles restlos runterschleift), holt man sich insbesondere bei einem Zaun auf diesem Wege den Teufel ins Holz…

Ideal sind hier Öl- und Alkydlfarben, Holzteere oder aber auch der Imprägnierer SIOO:X. Schlammfarben sowie Emulsionsfarben bzw. Acrylfarben sind auf diesem Holz mehr als ungeeignet.