Anstriche im Außenbereich

Wann kann ich beginnen und wann muss ich zum Ende kommen?

Anstriche im Außenbereich

Die beste Zeit für Malerarbeiten im Außenbereich liegt zwischen März und Oktober. fotolia-Peter Maszlen

Angesichts des milden Winters, juckt es so manchem Do-it-yourselfer schon wieder mächtig in den Fingern, um in der Garage zum Beispiel mit den Gartenmöbeln loszulegen. Doch ab wann macht es tatsächlich Sinn, mit dem Streichen im Außenbereich zu beginnen und was erwartet mich, wenn ich zu früh starte?

Die beste Zeit liegt zwischen März und Oktober

Die beste Zeit für Anstriche im Außenbereich liegt zwischen März und Oktober. Trockenes, mildes Wetter vorausgesetzt, kann man aber auch schon im Vorfrühling mit den Malerarbeiten beginnen. Doch unabhängig von der Jahreszeit sollten Sie darauf achten, dass es auch nachts trocken bleibt und die Temperaturen möglichst über +8°C liegen.

– Fällt das Thermometer in der Nacht unter acht Grad, ist das zunächst nicht so schlimm, die Farbe trocknet dann bloß deutlich langsamer. Allerdings gehen bei Nachtfrost nicht nur wasserbasierende Farben während der Trocknung unwiederbringlich kaputt.

– Ist es zu kühl (unter +8°C), kann das auch zu unerwünschten Effekten in der frisch gestrichenen Farbschicht führen, weil sich Staub oder Insekten auf der viel länger trocknenden Oberfläche sammeln können.

– Beachten Sie, dass Farben und Lasuren Licht zum Trocknen brauchen. Ohne natürliches Tageslicht verlangsamt sich die Trocknung deutlich. So können Anstriche im Außenbereich selbst an einem relativ warmen Februartag mehr als doppelt so lange zum Durchtrocknen brauchen, weil die Sonne erst sehr spät aufgeht und noch immer recht früh untergeht.

– Niederschläge, Früh- und Abendnebel wirken sich ebenso ungünstig aus, denn eine Luftfeuchte von über 80 Prozent verlangsamt die Trocknung ebenfalls. Außerdem können viele Farben dauerhafte Flecken bekommen, wenn Feuchtigkeit während des Trocknungsprozesses auf die Farbe einwirkt.

– Sollten Putz oder Holz durch hohe Luftfeuchte oder Regen feucht geworden sein, braucht der Untergrund mindestens einen Tag durchgehende Trockenheit oder besser noch Sonne, um entsprechend abzutrocknen. Gerade in feuchtes Holz können Grundierungen nicht eindringen.

– Wird Feuchtigkeit im Putz oder im Holz durch den Anstrich eingeschlossen, kann es insbesondere an Wetterseiten zu Blasen in der Farbschicht kommen, die gelbliches Wasser enthalten.

– Das Fehlen von Wärme oder Sonne führt auf den wetterabgewandten Seiten dagegen schnell zu Staunässe. Mit der Folge, dass sich Schimmel bildet oder das Holz morsch wird. Diffusionsoffene Anstriche sind dabei leider keine Alternative!

Die beste Zeit für Anstriche im Außenbereich

Immer erst dann mit dem Streichen beginnen, wenn die Feuchte der Nacht auf den Oberflächen durch die Morgensonne verdunstet ist. Foto: fotolia-Osterland

Fazit: Auch wenn Sie es kaum noch abwarten können, streichen Sie immer erst dann, wenn die Feuchte der Nacht auf den Oberflächen durch die Morgensonne verdunstet ist. Beobachten Sie dabei zum Bespiel den Rasen oder die Scheiben parkender Autos: Sind diese trocken, ist auch die zu streichende Fläche im Regelfall bereit für einen Anstrich. Beenden Sie Ihre Streicharbeiten spätestens vier Stunden vor Sonnenuntergang, damit die frische Farbe noch ausreichend Tageslicht abbekommt.

Übrigens: Wenn’s im Sommer zu heiß wird, ist das auch nicht optimal. Anstriche im Außenbereich trocknen zu schnell und binden nicht gut mit dem Untergrund, so dass sich Falten in der Farbschicht bilden können. Ferner kann es auf erhitzten Oberflächen zum so genannten Ausgasen kommen, weil die warme Luft im Untergrund in Richtung kühle Außentemperaturen drückt, wodurch luftgefüllte Blasen im neuen Anstrich entstehen können.

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