Auf die Beladung kommt es an

Damit Farbeimer nicht zur Katastrophe werden

Ladungssicherung ist wichtig.

Ungesicherte Farbeimer nach einem Auffahrunfall. Foto: Hagmanns Nordic

Im Verkehrsfunk hört man es immer wieder so oder ähnlich: „Gegenstände auf der A7 Richtung Elbtunnel“.  Nicht nur Berufskraftfahrer, sondern auch Privatleute müssen ihre Ladung ausreichend sichern. So steht’s in § 22 StVO Absatz 1 StVO: „Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können.“ Wird man mit nicht ausreichend gesicherter Ladung erwischt, kostet das 35 Euro. Kommt es zu einem Unfall werden sogar 75 Euro und ein Punkt in Flensburg fällig.

Ladungssicherung – nicht zu sorglos verstauen

Laut Statistik sind 90 Prozent der Ladungen in privaten Fahrzeugen gar nicht oder nur unzureichend gesichert. Auch bei unseren Kunden sehen wir es immer wieder, dass die Farbeimer allzu sorglos verstaut werden. Wie es gerade passt, werden sie in den Kofferraum, auf die Rückbank oder den Beifahrersitz gepackt. Dabei ist sich kaum einer der Gefahr bewusst, die da beim Transport lauert. Gerade bei Kurvenfahrten, Brems- und Anfahrmanövern treten extreme Trägheits- beziehungsweise Fliehkräfte auf. So können ungesicherte Farbeimer und -töpfe bei einer Vollbremsung oder einem Unfall bis zum 50-fachen ihres Eigengewichtes beschleunigen und unversehens zu einer lebensbedrohlichen Gefahr werden.

 

Checkliste zum sicheren Beladen

Bei der Ladungssicherung gibt es zwei unterschiedliche Arten: Während bei der kraftschlüssigen Variante, die Ladung durch Gurte fest auf dem Transportboden fixiert wird, wird die zu transportierenden Gegenstände bei der formschlüssigen Ladungssicherung lückenlos im Kofferraum verstaut, so dass sie keinen Bewegungsspielraum mehr haben. Außerdem ist es wichtig, dass Sie das im Fahrzeugschein oder in der Betriebsanleitung angegebene zulässige Gesamtgewicht Ihres Autos nicht überschreiten. Und so beladen Sie Ihr Auto richtig:

  • Schwere Teile so weit wie möglich nach vorne laden.
  • Sicherheitsgurte auf der Rückbank schließen.
  • Schwere Teile gehören nach unten, leichte obendrauf.
  • Stapeln Sie die Ladung nie über die Oberkante der Rücksitzlehnen ohne Gepäcknetz oder Trenngitter.
  • Platzieren Sie Gegenstände über 25 Kilogramm nicht direkt hinter Personen, weil die Rückenlehne bei einem Aufprall durchschlagen werden könnte.
  • Verwenden Sie wenn nötig Spanngurte.
  • Halten Sie die Hutablage für eine ungehinderte Rücksicht frei.
  • Passen Sie die Scheinwerferhöhe entsprechend an.

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