Reine Leinölfarbe von Allbäck

                                                        schwedische-farbe   innen und außen neu

Sehr hochwertige, lösemittelfreie, natürliche, biologisch reine Leinölfarbe für Holz, Stein und Metall im Innen- und Aussenbereich – bestehend aus Leinöl (entschleimt, gekocht) und Pigment. Sie ist die aktuell einzige in Schweden produzierte Leinölfarbe, die in Gänze vom dortigen Reichs-Denkmalschutzamt für gut befunden wird.

Die reine Leinölfarbe aus dem Hause Allbäck setzt sich zusammen aus Leinöl und Pigment sowie einem Hauch von Mangan als Sikkativ – sonst nichts! Es ist das sehr traditionelle und urtypische Leinöl, welches seit Jahrhunderten in Europa und speziell in Skandinavien für Holz im Innen- und Aussenbereich Verwendung findet.

Reine Leinölfarbe kommt im klassischen Sinne ohne Lösemittel aus, entsprechend sind auch keine enthalten: Weder Wasser noch Terpentin. Dieses hat sich der Hersteller auf die Fahne geschrieben, da der Firmeninhaber durch seine berufliche Tätigkeit als Maler in den 60er und 70er Jahren schwer erkrankte, was auf die damals eingesetzten und zudem auch noch erlaubten Lösemittel in Farben zurückzuführen war.

Auf der Suche nach einer gesundheitlich unbedenklichen Farbe, scheiterte er gleichermaßen an wasserlöslichen Produkten (wegen der enthaltenen Konservierungsstoffe und des zumeist enthaltenen Plastiks Acryl) wie auch an den lösemittelbasierten Öl- und Alkydfarben. In alten Handwerksbüchern entdeckte er Rezepte zur Herstellung von Leinölfarbe. Das erstaunliche: Je älter die Bücher, desto besser war die Rezeptur der Farbe!

Ebenso das Wissen um das Leinöl: Erst durch das s.g. „Entschleimen“, dem Entzug des Eiweißes aus dem Leinöl, wird dieses Produkt zu einem wetterbeständigem Schutzanstrich im Aussenbereich. Da Eiweiß in Verbindung mit Feuchtigkeiten einen wunderbaren Nährboden für alle Arten von organischem Bewuchs darstellt, vermoosen unfiltrierte Leinöle sehr schnell und verursachen bei unregelmäßiger Reinigung schnell Schäden im Holz.

Aktuell wird das Schloss Versailles in Frankreich mit der reinen Leinölfarbe von Allbäck gestrichen. Sämtliche Fenster und Türen im Aussenbereich sind im Moment in Behandlung. Fenster werden mit Allbäcks Leinölkitt neu verkittet, nachdem die Kittfalz mit Schellack ausgestrichen wurde.
Allbäck erhielt nach mehreren Jahren Testlauf durch die Schlossverwaltung den Zuschlag. Keine andere europäische Leinölfarbe ausser Allbäcks reine Leinölfarbe hatte die Testphase auch nur annähernd bestanden. Entsprechend groß ist der Stolz auf das eigene Produkt!

Reine Leinölfarbe ist ein „Universaltalent“ und eignet sich für nahezu alle Zwecke: Stein, Holz und Metall, für den Innen- und Aussenbereich, Möbel, Böden, Treppen, Fassaden, Zäune, etc.

Dennoch: Veränderte klimatische Bedingungen (höhere Feuchtigkeiten in den vergangenen 20 Jahren in Mitteleuropa) können Ablagerungen auf der Farbe im Aussenbereich bewirken. Daher gilt (in Schweden bei öffentlichen Gebäuden bereits gesetzlich vorgeschrieben):
Der Mindestabstand von Bäumen/Büschen/Sträuchern zur Fassade sollte mindestens 3 Meter betragen. Grundsätzlich sollte der Farbe 5-10% (je nach Farbton) reine Leinölfarbe in Zinkweiß zugegeben werden. Damit ist die Farbe zwar nicht mehr zu 100% rein biologisch, aber anders wird man dem Problem heute nicht mehr Herr.

Auch beachten Sie bitte, daß diese Farbart bisweilen etwas länger trocknet, als man es von anderen Farbarten gewohnt ist. Sind die Bedingungen während der Trocknungsphase nicht optimal (rel. Luftfeuchte höher als 70%, Temperaturen unter 8°C oder über 28°C), hat dieses Einfluß auf die Trocknungszeit.

Reine Leinölfarbe ist in Bezug auf die Standardfarbtöne begrenzt. Allbäck bietet 30 Farbtöne plus den Zusatz Zinkweiß an. Dennoch gibt es eine Vielzahl weiterer Farbtöne, die durch das Abtönen von fertigen Farben erzeugt werden können. Farbe mit Farbe zu mischen ist sinnvoll, mit Pigmenten abzutönen jedoch riskant.
Was im Regelfall gerne gemacht wird: Ein bestimmter Farbton wird durch die Zugabe von weißer Leinölfarbe nouanciert – sprich: Heller werdend abgetönt.
Als fertige Farbtöne deklariert, jedoch zumeist nur zum Abtönen geeignet, sind zudem Chromoxidgrün und Ultramarinblau. Als pure Deckfarbe sollten diese beiden Farbtöne möglichst nur im Innenbereich verwendet werden.
Im Bedarfsfall kann allerdings ein Farbton nach RAL oder NCS auf Kundenwunsch angemischt werden. Sprechen Sie uns diesbezüglich gerne an.

Weiße Leinölfarbe kann in dunklen Räumen gilben. Durch leichtes Pigmentieren in Richtung Hellgrau hebeln Sie dieses Phänomen jedoch aus.

Reine Leinölfarbe Allbäck - Anwendungsvideo

Reine Leinölfarbe - hier z.B. in Herrenhausgelb

Reine Leinöl Farben Allbäck

Weitere interessante Anwendungsbeispiele sowie Tipps&Tricks und Bildmaterial zu gestrichenen Objekten, finden Sie auch in der kleinen Leinölfarbenfibel.

Vor und während der Verarbeitung

Was viele nicht bedenken: Bitte streichen Sie nicht auf warmen oder sonnenerwärmten Oberflächen. Durch Wärme kann es auch bei dieser Farbart Probleme während der Trocknung geben. Ebenso muß Holz, welches im Aussenbereich gestrichen werden soll, definitiv trocken sein.


Um Farbabweichungen zu verhindern, streichen Sie mit Farbe aus der gleichen Charge.


Streichen Sie die reine Leinölfarbe nach Möglichkeit unverdünnt – bestenfalls kann die Farbe mit max. 5% reinem, entschleimtem und gekochtem Leinöl verdünnt werden.


Rühren Sie die Farbe vor  der Verarbeitung immer wieder gut durch. Seit Jahrhunderten wurde Leinölfarbe immer erst an der Baustelle angerührt und taggleich verstrichen, da sich in früherer Zeit die Pigmente schnell absetzten und auf dem Dosenboden verklumpten. Das Problem haben wir zwar heute nicht mehr, aber nach einigen Wochen bis Monaten der Lagerung können Feststoffe wie das Pigment etwas abgesackt sein.


Um ein optisch gleichmäßiges Erscheinungsbild zu erhalten, wechseln Sie das Gebinde möglichst an Ecken oder ähnlichen Bereichen der Oberfläche oder des Gebäudes. Wenn es absehbar ist, daß Sie mit dem aktuell benutzten Gebinde die zu streichende Fläche nicht komplett gestrichen bekommen, dann mischen Sie die Reste der aktuellen Dose in die neue Dose unter. Dadurch können evtl. chargenbedingte Abweichungen ausgeglichen werden.

Werkzeuge und Reinigung

Pinsel, Rolle oder mit einem Sprühsystem?
Holz und Farbe/Grundierer wollen am liebsten richtig miteinander verarbeitet bzw. die Farbe/Grundierer in das Holz eingearbeitet werden. Mit Rollen oder Sprühsystemen legen Sie Farbe und/oder Grundierer nur oberflächlich auf, was die Anhaftung und somit die Standzeit negativ beeinflussen kann.
Deshalb unser Tipp: Pinseln Sie neues oder abgschliffenes Holz und verwenden Sie für die Leinölgrundierung und den ersten Farbanstrich jeweils einen entsprechenden Pinsel.
Den letzten Deckanstrich oder den Renovierungsanstrich auf einer intakten Ölfarbe, können Sie dann, bei Bedarf, mit einer Rolle oder einem Sprühsystem auftragen, oder auch gerne ebenfalls pinseln.
Für die Leinölgrundierung verwenden Sie z.B. einen Holzöl- und Lasurpinsel, für die Farbe z.B. den Fassadenpinsel Classic bzw. den Fassadenpinsel ErgoFlex oder für filigranere Flächen, wie z.B. Gartenmöbel oder Fensterrahmen den Ölfarbenpinsel OPAL Mix.


Arbeitsgeräte wie z.B. Pinsel oder Rollen lassen sich mit Wasser und Leinölseife reinigen.

Wenn Sie benutzte Pinsel am nächsten Tag weiter verwenden wollen, können diese auch ohne aufwendige Reinigung vorübergehend in einer Plastiktüte oder in Wasser gelagert werden. Hängen Sie Pinsel in z.B. ein Wasserglas. Dadurch können sich die Borsten nicht verbiegen.


Damit die Arbeitsgeräte nicht steif werden und somit nicht wiederverwendet werden können, reinigen Sie diese bitte zügig nach Gebrauch.
Wenn kein Sauerstoff an die Farbe im Pinsel gelangen kann, trocknet die Farbe auch nur sehr langsam an.

Aufbewahrung und Lagerung

Je weniger Luft in der Dose ist, desto länger hält sich die Farbe. Da die meisten Streichprojekte über mehrere Tage oder Wochen gehen, ist es wichtig, dass Sie beim Öffnen der Farbdose den Deckel nicht verbiegen (z.B. durch einen spitzen/kleinen Schraubenzieher). Beim Wiederverschließen in der streichfreien Zeit, würde an diesen verbogenen Stellen Luft in das Gebinde gelangen, wodurch die Farbe schnell antrocknen kann. Unser Tipp: Verwenden Sie zum Öffnen einen Farbdosenöffner.


Falls Sie nicht den gesamten Inhalt des Gebindes verbraucht haben sollten, dann setzen Sie den Deckel sorgfältig wieder auf. Damit durch den Deckelrand keine Luft in die Dose gelangen kann, stellen Sie das geschlossene Gebinde am besten kopfüber ab. Haben Sie nach dem Streichen nur noch wenig Farbe übrig, ist also dementsprechend viel Luft in dem Gebinde, können Sie die Farbe auch gerne in ein kleineres Gefäß umfüllen, z.B. in leere Marmeladengläser oder entsprechende Metalldosen.


Damit die Farbe nicht kaputt geht, lagern Sie diese bitte stets frostfrei, falls Sie die Leinölfarbe unter Zugabe von Wasser emulgiert haben. Dieses Verfahren ist in der Leinölfarbenfibel beschrieben und macht die Farbe zu einer Putzfarbe. Ohne die Zugabe von Wasser ist die Farbe relativ frostunempfindlich.


Wenn Sie das bereits geöffnete und gelagerte Gebinde erneut benutzen möchten, schauen Sie zunächst in die Dose. Hat sich doch eine dicke, feste Schicht auf der Farbe gebildet, nehmen Sie diese einfach heraus und rühren sie sorgfältig durch. Dann ist die Farbe bedenkenlos wieder verwendbar.
Ölfarben wie z.B. die reine Leinölfarbe sind unterhalb einer evtl. angetrockneten Schicht weiter verwendbar.

Auskreiden während der Standzeit

Alkydfarben bzw. Ölfarben wie auch die reine Leinölfarbe bilden mit der Zeit eine auskreidende Oberfläche: Durch UV-Einfluss verbrennen Pigmente auf der obersten Farbschicht und hinterlassen eine mehlige Beschichtung auf der Farbe. Dieses „Pulver“ kann mit Fassadenreiniger oder auch mit einem ölgetränkten Lappen abgewischt werden – hier empfehlen wir z.B. das entschleimte Leinöl gekocht. Die zunächst vermeintlich stumpfe oder auch blässliche Oberfläche sieht dann wieder wie frisch gestrichen aus.
Leinölgetränkte Tücher oder Lappen nach der Benutzung ins Wasser legen, in eine verschlossene Metalldose oder verbrennen. Es besteht Selbstentzündungsgefahr, wenn Leinöl in Tüchern/Lappen trocknet!


Dieses Auskreiden stellt keinen Mangel dar, sondern erklärt sich als Selbstreinigung, ähnlich wie bei Schlammfarben.
Die Standzeit (Haltbarkeit der Farbe mit ihrer Schutzwirkung für das Holz) ist davon unberührt. Je nach Bewitterung ist diese Farbe nach 15-20 Jahren mit einem Renovierungsanstrich zu überstreichen. Die Reinigung auskreidender Aussenfassaden erfolgt in Abhängigkeit zur Bewitterung alle 3-5 Jahre.


Die Standzeit hängt maßgeblich vom Untergrund und der Bewitterung ab: Wenn richtig grundiert wurde, liegt diese Farbe im Mittel bei 15-20 Jahren an Standzeit. Auf sehr stark bewitterten Bereichen wie z.B. Zäunen oder auch an der See oder in Höhenlagen, können es mal 10-15 Jahre sein, an wetterabgewandten Seiten bis zu 25 Jahre.

Schnellübersicht

Rein ökologisch – reines Leinöl und Naturpigment:
Dadurch auf nahezu allen Oberflächen streichbar

Frei von Lösemitteln:
Dadurch angenehm während der Verarbeitung

Sehr hohe Reichweite:
15-20 qm/l, je nach Untergrund

Sehr hohe Standzeit:
Bei richtiger Grundierung im Mittel 15 Jahre

Trocknung:
2 Tage bis mehrere Wochen, je nach Temperatur, Licht usw.

30 Farbvariationen, die Sie untereinander mischen können:
Wegen des Naturpigmentes sind die Farbvariationen begrenzt

Glanzgrad:
Matt bis schwach glänzend 10-20, anfänglich halbglänzend bis zu 50

Verarbeitungstemperatur:
Zwischen 8°C und 26°C

Wird in der Regel unverdünnt gestrichen:
Bei Bedarf max. 5% Leinöl (entschleimt, gekocht) hinzu geben

Wann ist diese Farbe empfehlenswert?

Überall dort, wo eine rein ökologische Farbe gewünscht ist.

Auf nahezu allen Untergründen im Innen- und Außenbreich:
Holz, Metall, Stein
Wohnhaus, Gartenhaus, Carport, Möbel, Fenster, Tür, Tierstallung, Decke, Wand, Boden, Zaun, Kinderspielgeräte, Schnitzwerk

Auf nahezu allen Arten von Voranstrichen:
Ölfarbe, Alkydfarbe, Acryl bzw. Acrylat.

ACHTUNG: Weiße Leinölfarbe kann in dunklen Räumen gilben.

Zu beachten:
Falls Ihre Oberfläche eine Imprägnierung benötigt, wie z.B. im Außenbereich, Küchenarbeitsplatten oder Böden, behandeln Sie die Oberfläche zunächst mit unserem entschleimten (gekocht oder roh) Leinöl.

Technische Daten:
Standzeit:     Im Mittel 15 Jahre, je nach Untergrund und Bewitterung
Ergiebigkeit: 15-20 qm/l, je Anstrich
Glanzwert:   Matt bis schwach glänzend 10-20, anfänglich bis zu 50

 

Weitere Informationen finden Sie im Datenblatt der Leinölfarbe von Allbäck
Hier können Sie Farbmuster bestellen. Eine PDF-Datei mit den 30 Farbtönen kann man hier finden: Farbkarte Reine Leinölfarben Allbäck (PDF-Datei)
Zum Produkt gehts hier lang: Leinölfarbe von Allbäck
Das kleine Handbuch der Produkte von Allbäck kann hier als PDF-Datei geöffnet werden: Das kleine Handbuch der reinen Leinölfarben (7 MB)