Der Herbst ist da

Wie lange kann man im Außenbereich noch streichen?

Im Herbst oder im Frühjahr ein Holzhaus streichen?

Ist es jetzt schon zu spät oder kann man auch noch im Oktober streichen? Foto: 123rf-ninamalyna

 

Der Herbst ist da und viele DIY-Maler, die jetzt noch ein Carport oder ein Holzhaus streichen wollen, stehen vor der Frage, bis wann das eigentlich noch möglich ist? Ist es jetzt schon zu spät oder geht es auch noch im Oktober? Ähnlich wie im Frühling, gibt es keine pauschale Antwort, ab oder bis wann man noch streichen kann. Denn im Außenbereich spielt das Wetter die entscheidende Rolle.

Bei welchem Wetter kann man noch streichen?

Grundsätzlich gilt: Vor und während des Streichens und auch noch einige Zeit danach, sollte es trocken sein und nicht regnen. Zwar ist es nach einem Regenschauer gefühlt wieder trocken, doch die relative Luftfeuchtigkeit bleibt noch geraume Zeit hoch. Kein guter Zeitpunkt, wenn Sie jetzt Zäune, ein Carport oder ein Holzhaus streichen wollen, weil die Luftfeuchtigkeit starken Einfluss auf die Trocknung der Farbe hat. Denn wenn’s zu feucht ist, kann es mitunter zu Fleckenbildung kommen. Leider lassen sich solche Flecken nur durch nochmaliges Überstreichen beseitigen.

Wenn es um noch unbehandeltes Holz geht, das noch grundiert werden muss, wird es noch schwieriger: Hat das Holz bereits Luftfeuchte aufgenommen und Sie streichen es dann mit einer Grundierung, ist das Holz unter Sonneneinstrahlung bestrebt, die Feuchtigkeit wieder austreten zu lassen. So kommt es schlimmstenfalls zu wassergefüllten Blasen unter der späteren Farbschicht.

Welchen Einfluss hat die Außentemperatur?

Wie lange kann man noch ein Holzhaus streichen

Die meisten Holzfarben können im Temperaturbereich von +8 bis +27 Grad verarbeitet werden. Foto: 123rf-ronstik

Auch die Außentemperatur hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Trocknung einer Farbe. Die meisten Holzfarben können im Temperaturbereich von +8 bis +27 Grad verarbeitet werden. Ist es zu kühl, trocknet die Farbe deutlich langsamer. Manche Farben kommen unter +8 Grad überhaupt nicht mehr zur Trocknung und bleiben lange feucht und klebrig. Unter 0 Grad gehen wasserbasierende Farben zudem regelrecht kaputt, so dass der ganze Anstrich wieder abgeschliffen werden muss. Drohen die ersten Nachtfröste, sollten Sie zudem ganz auf das Streichen verzichten.

Übrigens: Bei Temperaturen über +27 Grad geht es in die andere Richtung: Farbe oder Grundierung trocknen viel zu schnell und binden schlecht mit dem Untergrund. Ist das Holz auch noch durch die Hitze des Tages stark erwärmt, können sich über Nacht Blasen in der neuen Farbschicht bilden, weil die im Holz gebundene Wärme ausgast sobald es kühler wird. Diese Blasen enthalten dann zwar kein Wasser, ran müssen Sie aber doch noch einmal:  Das bedeutet, entweder die Blase aufzustechen und mit Schleifpapier anzuglätten oder sie mit einer Heißluftpistole aufzuwärmen und die weiche Farbe glatt zu ziehen – letzteres geht in aller Regel aber nur bei Kunstsoff- beziehungsweise Acrylfarben.

Faktor Tageslicht

Das Tageslicht sorgt bei vielen Farben ebenfalls für die Trocknung. Insbesondere Öl- oder Alkydharzfarben brauchen Licht zum Trocknen und für die Oxidation des Bindemittels. Das bedeutet:

  streichen Sie nicht vor Sonnenaufgang oder generell nicht im Dunkeln.

  Streicharbeiten im Außenbereich sollten ungefähr vier Stunden vor Sonnenuntergang beendet sein, damit die Farbe noch so viel Licht bekommt, dass die Oberfläche antrocknen kann.

Fazit

Farbe braucht Licht, Wärme, Trockenheit und Frischluft. Deshalb gilt sowohl für den Herbst als auch für das Frühjahr: Sie sollten erst am späten Vormittag mit dem Streichen beginnen und rechtzeitig wieder zum Ende kommen. Das typische Zeitfenster für diese Jahreszeiten liegt zwischen 11:00 und 14:00 Uhr. Und wenn alle Stricke reißen, bleibt das Holz über den Winter eben ungestrichen – das kann es nämlich sehr gut ab!

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