Hinter den Farbeimern

Kurz vorgestellt: Claudia Feuerstein

Claudia Feuerstein vom Schwedischen Farbenhandel

Vor 12 Jahren ist Claudia Feuerstein voll in das Familienunternehmen eingestiegen. Foto: Jule Thumser

 

Im Juli haben wir unsere kleine Serie „Hinter den Farbeimern“ gestartet, mit der wir Ihnen die Menschen im Schwedischen Farbenhandel vorstellen möchten. Nach Firmenchef Ulf Feuerstein, kommt dieses Mal Claudia Feuerstein zu Wort, die im Unternehmen weit mehr ist als die „rechte Hand“ ihres Mannes. Die gebürtige Hamburgerin hat nach ihrem Abitur eine Banklehre absolviert und später lange Jahre an der Deutschen Terminbörse gearbeitet. Nachdem das jüngste ihrer drei Kinder vor 12 Jahren in den Kindergarten kam, ist die heute 50-jährige voll in das Familienunternehmen eingestiegen.

Ihr Mann hat schwedische Wurzeln. Wie viel Schweden bestimmt ihr tägliches Leben?

„Seit ich meinen Mann mit 16 Jahren kennengelernt und das erste Krebsfest bei der Familie mitgemacht habe, hat mich die schwedische Lebensweise sehr beeinflusst. Im Grunde bin ich zur Bewahrerin der schwedischen Traditionen in unserer Familie geworden. Das zeigt sich nicht nur beim Krebsfest gegen Ende des Sommers, sondern auch zu Weihnachten, wo es bei uns nicht den typischen Gänsebraten, sondern ein Julbord, ein weihnachtliches schwedisches Buffet gibt. Zu uns kommt auch nicht der Weihnachtsmann, sondern der Tomte mit einem Sack voller Geschenke“.

Und wie viel Schweden bestimmt Ihren Arbeitstag?

„Ich komme aus einer „hire and fire“-Branche, da konnte ich von den Schweden, was die Unternehmenskultur angeht, sehr viel lernen. Wir handeln mit schwedischen Farben und haben naturgemäß eine intensive Bindung zu unseren schwedischen Herstellern, aber unsere Firma definiert sich nicht allein durch die schwedischen Farben, sondern vor allem durch eine intensive Beratung unserer Kunden und eine familiäre Atmosphäre mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen“.

Was ist Ihr Part im Unternehmen?

„In vielen Familienunternehmen ist die Frau vom Chef seine rechte Hand und agiert mehr im Hintergrund. Bei uns sind die Aufgaben klar definiert und ich bin so etwas wie die „Übermittlerin von Wissen“, die sich am Empfang, am Telefon und per E-Mail ausreichend Zeit für die Fragen unserer Kunden nimmt. In der Hauptsaison können es am Montagmorgen schon mal 50 oder 60 E-Mailanfragen sein, die alle zeitnah und fundiert beantwortet werden müssen“.

Wie bringen Sie Job und Familie unter einen Hut?

„Unsere drei Kinder sind jetzt in einem Alter, wo vieles alleine geht. Das macht es leichter, trotzdem muss alles gut organisiert werden. Das geht nur, wenn ich hier wie dort meine Potentiale zu 100 Prozent ausschöpfe“.

Malen und streichen Sie zuhause selbst?

„Ja, fast alles! Ich bin zuhause nicht nur für die Optik zuständig, ich setzte auch fast alles selber um. In den letzten Jahren habe ich nicht nur drei Gartenhäuser, ein Carport, die Terrasse und einen Schuppen selbst gestrichen, sondern auch alles in unserem Haus – vom Keller bis zu den Dachluken. Die größte Herausforderung war aber unser Umzug an den Kulemannstieg: Da war es mein Job, in der noch leeren Halle sämtliche Wände, Fußböden und Möbel zu streichen. Bei der Beratung unserer Kunden bringt das eine Menge Vorteile, denn ich habe inzwischen alle unsere Produkte selbst verarbeitet und weiß wie praktikabel jedes einzelne ist“.

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