Hinter den Farbeimern

Kurz vorgestellt: Die Menschen im Schwedischen Farbenhandel

handelt mit Schwedenfarbe

Ulf Feuerstein – vom Typ her ein Deutscher, aber so gelassen wie die Schweden. Foto: Jule Thumser

 

Der Erfolg und die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens steht und fällt mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. „Die Menschen im Schwedischen Farbenhandel sind unser wertvollstes Kapital“, sagt Firmenchef Ulf Feuerstein. Männer und Frauen, die mit großem Engagement, fachlichem Know-how und Freude ihr Bestes geben, damit Sie mit unserer Beratung und unseren Produkten zufrieden sind. Mit unserer neuen Reihe „Hinter den Farbeimern“, laden wir Sie ein, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die Menschen im Schwedischen Farbenhandel ein wenig näher kennenzulernen.

„Alter Schwede!“

Wir starten mit Firmengründer Ulf Feuerstein: Geboren in Gelsenkirchen und aufgewachsen in Hamburg, hat der Sohn schwedisch/deutscher Eltern in der Hansestadt bei der Ernst Russ Reederei ein Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann absolviert. Bevor er den Schwedischen Farbenhandel vor 20 Jahren gründete, hatte er in einem EDV-Unternehmen erste Berührungspunkte mit dem Thema Farbe bei der digitalen Bildbearbeitung und dem Digitaldruck.

Wie viel Schwede und wie viel Deutscher steckt in Ihnen?

„Halb und halb“, sagt der heute 50-jährige. „Vom Typ her bin ich Deutscher, aber so gelassen wie die Schweden und manchmal auch genau so langsam – zumindest bei Entscheidungen“. Bauchentscheidung liegen ihm nicht, er müsse alles erst einmal überdenken. Manchmal denke der Wahlhamburger auch schwedisch: „Immer, wenn ich mit Zahlen zu tun habe, fällt mir auf, dass ich auf Schwedisch rechne“.

Wie sind Sie dazu gekommen, mit Schwedenfarbe zu handeln?

„Es war ungefähr vor 20 Jahren, als ich Farbe für unser Gartenhaus brauchte. Und weil wir gerade in Schweden im Urlaub waren, habe ich einen Eimer Farbe mitgenommen und das Holzhaus damit gestrichen“. Nachbarn und ein befreundeter Malermeister wurden auf den Anstrich aufmerksam und baten Feuerstein darum, ihm beim nächsten Mal etwas Farbe mitzubringen.  „Einige Monate später habe ich den ersten Kleintransporter mit Schwedenfarbe beladen und etwa ein Jahr danach, kam schon  der erste LKW!“ Anfänglich habe er mal bei ebay einige Eimer Farbe eingestellt und sei fast erschrocken gewesen, dass innerhalb von 14 Tagen eine ganze Palette Farbe weggegangen sei. „Das war der Zeitpunkt, als ich erkannt habe, welcher Bedarf in Deutschland besteht und bei den Verhandlungen mit den schwedischen Herstellern kam es mir zugute, ein halber Schwede zu sein!“ Inzwischen kommen jährlich zwischen 350 und 400 Tonnen Schwedenfarbe per Spedition nach Hamburg.

Ist die Unternehmenskultur eher deutsch oder eher schwedisch?

„Komplett schwedisch“, sagt er, ohne auch nur eine Sekunde nachzudenken: „Alle duzen sich wie in Schweden und alle genießen die Freiheiten, die im Betrieb möglich sind“. Dazu gehöre,

– dass es keine Stechuhren gibt

– freie Getränke und Kaffee satt – ohne typisch deutsche Kaffeekasse

– Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen dürfen ihren Hund mit an den Arbeitsplatz nehmen

– und, wenn’s nicht anderes einzurichten geht, können sie auch ihre Kinder mitbringen.

Was bedeutet das für Ihre Kunden?

„Für manche Kunden ist das zunächst etwas ungewöhnlich, vielleicht auch, weil’s bei uns immer ein bisschen eigenwillig aussieht“, erklärt Feuerstein. „Vorne am Eingangstresen stehen immer Wasser und Bonbons und auf Wunsch gibt es natürlich auch einen Kaffee!“ Allerdings benutze man das kundenzugewandte „Sie“, außer die Kunden kämen von sich aus auf‘s „Du“.

Malen und streichen Sie zuhause selbst?

„Ja natürlich! Das letzte Mal ist allerdings schon eine Weile her“, sagt er schmunzelnd, „unsere Farben halten ja immer so lange!“ Momentan sei aber vor allem Ehefrau Claudia zuhause für Malerarbeiten zuständig und vor kurzem habe er für einen Renovierungsanstrich an einem Dachüberstand auch einen Profi beauftragt, weil ein Gerüst erforderlich war. „Dass der Maler natürlich nur unsere Schwedenfarbe verwendet hat, versteht sich von selbst!“

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