Rechtzeitig vor der Gartensaison

Frische Farbe für Balkon- und Gartenmöbel aus Holz

Gartenmöbel aus Holz richtig pflegen.

Gartenmöbel aus Holz brauchen von Zeit zu Zeit einen neuen Anstrich, um sie vor der Witterung zu schützen. Foto: fotolia-DoraZett

Durch die Einwirkung von Sonne, Wind und Wetter brauchen Gartenmöbel aus Holz von Zeit zu Zeit einen neuen Anstrich, um sie vor den Witterungseinflüssen zu schützen. Ein guter Zeitpunkt ist der Vorfrühling,  damit Sie mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen die Garten- oder Balkonsaison einläuten können und alles wieder schön ist. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Möbel für Ihr „grünes Wohnzimmer“ wieder auf Vordermann bringen oder ihnen mit farbigen Anstrichen zu ganz neuem Charme verhelfen können.

Sorgfältige Vorbereitung des Untergrundes

Die sorgfältige Vorbereitung des Untergrundes trägt schon vor den ersten Pinselstrichen zu einem perfekten Ergebnis bei. Daher sollten Sie zunächst den Untergrund auf seine Tragfähigkeit prüfen. Während abblätternde Altanstriche komplett abgeschliffen oder vorsichtig abgezogen werden müssen, reicht es, tragfähige, intakte Anstriche gleichmäßig mit einem feinen Schleifpapier anzuschleifen. Auch unbehandeltes Holz sollte unbedingt vor der Grundierung angeschliffen werden, um die Haftung zu verbessern. Schließlich muss der Schleifstaub mit einem Handfeger, Staub- oder Mikrofasertuch gründlich entfernt werden.

Tipp: Schleifen Sie immer in Richtung der Maserung, damit die Holzfasern nicht beschädigt werden und tragen Sie unbedingt eine Staubschutzmaske.

Aufbau des Anstrichs

Der Aufbau des Anstrichs richtet sich immer nach der Art des Voranstrichs. Während sich verwitterte Ölanstriche oder Imprägnierungen in aller Regel beliebig mit einem Lack oder einer Lasur überstreichen lassen, geht es umgekehrt nicht.

  • Holzöl: Ist das Holz schon einmal geölt worden, muss es zunächst gründlich gereinigt werden. Achten Sie darauf, dass der Reiniger einen hohen Ph-Wert hat. Anschließend wird das Holzöl einmal überstrichen.  Auf abgeschliffenem oder unbehandeltem Holz wird Holzöl nach dem Trocknen ein zweites Mal aufgetragen.
  • Holzimprägnierer: Zum Imprägnieren empfehlen wir SIOO:X. Auf die Reinigung folgen zwei Anstriche mit dem Holzschutz und zwei weitere Anstriche mit dem Oberflächenschutz.
  • Lasur: Auf abgeschliffenem oder unbehandeltem Holz folgt zuerst der Grundanstrich mit einem Grundieröl, das mit einem Holzöl- und Lasurpinsel aufgetragen wird. Nach dem Trocknen folgen zwei Anstriche mit einer Dünnschichtlasur. Auf intakter Alt-Lasur reicht ein einmaliger Anstrich mit einer inhaltlich vergleichbaren Lasur. Die Oberfläche zuvor gründlich reinigen.
  • Deckende Farbe: Auf abgeschliffenem oder unbehandeltem Holz folgt zuerst der Grundanstrich mit Grundieröl, das mit einem Holzöl- und Lasurpinsel aufgetragen wird. Danach wird ein Sperr- und Haftgrund aufgetragen. Es folgen zwei Farbanstriche zum Beispiel mit der hochrobusten Silikonalkydfarbe ODEN. Auf intakter Alt-Farbe reicht ein einmaliger Anstrich mit einer inhaltlich vergleichbaren Farbe. Die Oberfläche zuvor gründlich reinigen.

Tipp: Eine inhaltlich vergleichbare Farbe enthält  im Wesentlichen die gleichen Bindemittel wie der Neuanstrich. Streichen Sie niemals eine Öl- oder Alkydfarbe auf eine Acryl- oder Acrylatfarbe. Umgekehrt ist es möglich, allerdings haben Acryl- oder Acrylatfarben nichts auf Gartenmöbeln zu suchen.

Pflege für Gartenmöbel aus Teak und anderen Edelhölzern

Gartenmöbel aus Holz richtig pflegen

Geölte Massivholzmöbel sind im Freien harten Belastungen ausgesetzt und selbst an ausgesprochen witterungsbeständigen Edelhölzern gehen Regen und Sonne nicht spurlos vorbei.

Geölte Massivholzmöbel sind im Freien harten Belastungen ausgesetzt und selbst an ausgesprochen witterungsbeständigen Edelhölzern wie Teak gehen Regen und Sonne nicht spurlos vorbei – sie veralgen oder werden grau. Auch wenn der silbrige Schimmer immer mehr Anhänger findet, ohne eine gründliche Reinigung und eine Auffrischung des Holzschutzes kommen auch Gartenmöbel aus Hartholz nicht aus.

Wenn Ihre Gartenmöbel aus Holz im Freien überwintert haben, sollten Sie sie nicht zu früh im Frühling ölen. Das durch den Winter möglicherweise feuchte Holz muss zuvor gründlich durchtrocknen. Bevor Sie beginnen, muss der Untergrund aber nicht nur trocken, sondern auch sauber sein. Schmutz, Staub und Algen lassen sich mit einer Bürste in aller Regel gut entfernen. Im Idealfall verwenden Sie jedoch einen Moos- und Schimmelentferner, da sie wesentlich intensiver etwaige Mikroorganismen aus dem Holz lösen und auch nachhaltiger sind. Anschließend spülen Sie alles gut mit klarem Wasser ab und lassen die Möbel gut abtrocknen.

Um das Finish von Teak- und anderen Edelhölzern zu bewahren oder wieder hervorzurufen, empfehlen wir das Teaköl Teakolja V, das Leinöl und chinesisches Holzöl enthält, die beide für einen optimalen Tiefenschutz des Holzes sorgen. Zunächst werden die grauen Bereiche angeschliffen und glatte Flächen angeraut, damit das Teaköl besser einziehen kann. Nun wird das Teaköl mit einem Lappen oder Pinsel satt aufgetragen. Achten Sie dabei darauf, alle Stoßkanten ausreichend zu sättigen. Nach etwa einer viertel Stunde wischen Sie überschüssiges Öl mit einem Lappen ab. Je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur braucht das Teaköl etwa einen Tag zum Trocknen. Damit der Holzschutz lange hält, ist ein zweiter Anstrich nach etwa zwei Tagen empfehlenswert. Wer es jedoch eher silbrig-grau mag, kann sein Teakholz auch mit SIOO:X imprägnieren. Die Verarbeitung ist zwar etwas aufwendiger, hält aber mit sechs bis 12 Jahren deutlich länger als Öle oder Lasuren. Das Holz wird gleichmäßig hellgrau und bleibt auch für die  kommenden Jahre so.

Achtung: Mit Teaköl getränkte Lappen und Pinsel können sich selbst entzünden! Legen Sie diese nach Gebrauch ins Wasser oder bewahren Sie sie nur an feuersicheren Stellen – zum Beispiel in einer geschlossenen Metalldose – auf.

 

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