Schwedenfarben im Praxistest

Fenster streichen mit Leinölfarbe

Do it yourself mit SchwedenfarbenZugegeben, wir sind nicht die passionierten Heimwerker. Natürlich renovieren – also streichen – wir immer selbst, aber an Lackarbeiten hatten wir uns bislang nicht herangewagt. Nun aber war es soweit und wir haben unser großes Fensterprojekt in Angriff genommen.

Das hatte nicht lange gehalten

Nachdem wir unsere Holzfenster vor etwa acht Jahren von einem Fachbetrieb haben streichen lassen, war die Farbe an vielen Stellen abgeplatzt. Noch ein regnerischer Hamburger Winter hätte den Fenstern ganz sicher nicht gut getan. Also ließen wir uns von Ulf Feuerstein vom Schwedischen Farbenhandel beraten. Unser Wunsch war es, nach diesem „Mamutprojekt“ möglichst lange Ruhe zu haben. Deshalb empfahl er uns, die gesamte Farbe abzuschleifen und das Holz anschließend mit Leinöl zu grundieren. Danach sollten zwei Anstriche mit Leinölfarbe folgen und wir hätten – wenn wir gut arbeiteten – beste Aussichten, die nächsten 15 bis 20 Jahre Ruhe zu haben. Was uns aber besonders überzeugte war, dass wir bei zukünftigen Renovierungsanstrichen den Altanstrich nur leicht anschmirgeln und dann nur noch einmal überstreichen müssten.

Das Abschleifen nahm kein Ende

Fenster streichen mit Schwedenfarben

Das Abschleifen der Rahmen war der härteste Teil der Arbeit. Fotos: Jule Thumser

Frohgemuts machten wir uns ans Werk und schnell wurde klar, dass wir mit unserem Akkuschleifer nicht weit kommen würden – zum Laden hätten wir viel zu oft Pausen einlegen müssen. Also ab in den Baumarkt und noch schnell so ein Teil mit Schnur gekauft. Michael entschied, dass das Abschleifen sein Job sei und ich war ehrlich gesagt ganz froh darüber, weil man doch einiges an Kraft aufwenden muss. Allein um die Rahmen der beiden großen Terrassenfenster abzuschleifen, brauchte er sieben oder acht Stunden. Und weil der Wetterbericht schon wieder Regen angekündigt hatte, wurden die Rahmen gründlich vom Schleifstaub befreit und blitzschnell mit Leinöl grundiert. Der perfekte Job für mich, der im Vergleich zum Abschleifen wirklich ratzfatz erledigt war. Weil das Leinöl mindestens zwei bis drei Tage einziehen sollte, nahmen wir uns in den trockenen Phasen die Fenster vorne am Haus vor. Das gleiche Spiel wie auf der Terrasse: stundenlang abschleifen und zackzack Leinölgrundierung auf’s Holz – das Ganze allerdings mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad hoch oben auf der Leiter.

Warten auf besseres Wetter

Nun hieß es warten, weil schon wieder ein Regentief über Hamburg zog. Aber eigentlich waren wir ganz froh darüber, weil wir durch die ungewohnten Arbeiten etwas mit Muskelkater zu kämpfen hatten. Doch dann hieß es wieder ran an die Pinsel. Drei Tage sollte es trocken bleiben, das dürfte für den ersten Anstrich reichen! Schnell noch einen Schuss Zinkweiss in die Farbe gerührt, um dem Anstrich eine bessere Resistenz gegen Moose zu geben und los. Das Malen ging recht flott von der Hand und was mir besonders gefallen hat war, dass die Leinölfarbe – übrigens ein rein ökologisches Produkt – so ganz und gar nicht nach Farbe gerochen hat. Dann wieder Zwangspause! Bei den häufigen Regenschauern brauchte die Farbe doch ein wenig länger zum Trocknen, aber schließlich konnte auch der Schlussanstrich folgen und nun ist endlich alles fertig.

Fazit: Wenn wir uns jetzt unser Werk so anschauen, sind wir ganz schön zufrieden mit uns. Vielen Dank an den Schwedischen Farbenhandel für die tolle Beratung und die wirklich einfach zu verarbeitenden Schwedenfarben.

Jule Thumser

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