Treppenstufen, Geländer & Wangen

6 Tipps zum Treppe streichen

Treppe streichen 6 Tipps

Die Treppenstufen selbst werden genauso wie ein Holzfußboden behandelt. Foto: 123rf-sima

 

Ganz gleich, ob einem nur die alte Farbe nicht mehr gefällt oder die Abnutzungsspuren auf der Treppe nicht mehr zu übersehen sind – ab und zu brauchen Holztreppen einen neuen Anstrich. Dabei bedürfen die Treppenstufen selbst keiner anderen Behandlung als ein Holzfußboden. Trotzdem gibt es bei der Renovierung von Treppenstufen, Geländer, Handlauf und Wangen einiges zu beachten. Mit unseren 6 Tipps geht das Treppe streichen gleich sehr viel einfacher:

1. Holzart prüfen

Es ist von Vorteil, wenn man genau weiß, um welche Holzart es sich bei der Treppe handelt. Während die meisten Holzarten unproblematisch zu renovieren sind, müssen Sie bei einer Treppe aus Buche richtig gut grundieren. Buchenholz hat eine sehr harte Oberfläche, ist aber im Inneren relativ weich, so dass das Holz bei Belastung immer etwas nachgibt. Durch Nachlässigkeit bei der Grundierung kann es schnell zu Abplatzern der Farbschicht kommen. Tipp: Buchenholz besonders gut mit einer 60er oder 80er Körnung anschleifen, damit der Voranstrich gut in das Holz einziehen kann.

2. Voranstrich prüfen

Treppe streichen mit Leinölfarbe

Bei einem Farbtonwechsel von dunkel auf hell müssen Sie von drei Anstrichen ausgehen. Foto: Schwedischer Farbenhandel

Ist der Anstrich noch intakt, ist es ebenfalls vorteilhaft, wenn Sie wissen, welche Farbe dafür verwendet wurde. So dürfen die relativ weichen Acrylfarben nur mit Acryl- oder Leinölfarben überstrichen werden. Wenn der Voranstrich aus einer Alkyd- oder Ölfarbe besteht, sind Sie dagegen frei bei der Farbwahl.

Tipp: Wenn Sie nicht wissen, womit die Treppe beschichtet wurde, hilft ein kleiner Test: Geben Sie etwas Brennspiritus auf einen Lappen und reiben Sie damit für ein bis zwei Minuten auf der gleichen Stelle. Wird diese weich, klebrig und löst sich, handelt es sich um Acrylfarbe. Passiert nichts, dann ist es eine Öl- oder Alkydfarbe.

3. Gut aushärten lassen

Da Treppenstufen  zu den am stärksten beanspruchten Oberflächen im Haus gehören, haben Bodenfarben eine hohe Abriebsklasse. Das bedeutet aber auch, dass der neue Anstrich eine ganze Weile braucht, um richtig gut auszuhärten. Je nach verwendeter Farbe dauert es drei bis sieben Tage bis eine frisch gestrichene Treppe wieder vollständig belastbar ist. Dabei gilt:

– Intakte Anstriche werden nur leicht angeschliffen und erhalten bei gleichem Farbton nur einen neuen Anstrich.

– Bei einem Farbtonwechsel müssen Sie von zwei und beim Wechsel von dunkel auf hell sogar von drei Anstrichen ausgehen.

4. Nur jede zweite Stufe streichen

Wer noch nie eine Treppe gestrichen hat, wird sich sicher fragen, ob und wie man beim Treppe streichen die oberen Stockwerke erreichen kann. Der Trick ist relativ simpel: man streicht zunächst nur jede zweite Stufe. Das bedeutet:

– Im ersten Schritt wird nur jede zweite Stufe behandelt, so dass man die Treppe nach wie vor begehen kann, indem man nur jede zweite Stufe nimmt. Haustiere und kleine Kinder sollten deshalb besser eine Weile getragen werden.

– Ist die Grundierung nach sechs bis 12 Stunden oder die Farbe nach einem Tag wieder begehbar, markiert man die bereits gestrichenen Stufen zum Beispiel mit einem Stückchen Malerkrepp – um zu erkennen, welche Stufen betreten werden können – und nimmt sich die noch unbehandelten Stufen vor.

Achten Sie darauf, dass die Stufen bis zum kompletten Aushärten des Anstrichs nicht schwer belastet werden dürfen.

5. Rutschfestigkeit verbessern

Die Rutschsicherheit auf der Treppe können Sie ganz einfach mit Vogel- oder Quarzsand verbessern:

– Kleben Sie vor dem letzten Anstrich Klebestreifen im Abstand von ein bis zwei Zentimetern auf die Stufen.

– Streuen Sie den Sand nach dem Anstrich auf die noch freuchte Farbe und ziehen Sie die Klebestreifen wieder vorsichtig ab.

So entsteht eine stellenweise rauhere Oberfläche, auf der man zum Beispiel auf Strumpfsocken nicht mehr ausrutschen kann.

6. Treppe streichen: Handlauf, Geländer und Wangen

Um Farbtropfen auf den frisch gestrichenen Stufen zu vermeiden, sollten Sie Geländer, Handlauf und Treppenwangen immer als erstes streichen. Da aber Bodenlacke und -lasuren eine sehr gute Fließfähigkeit besitzen, sind sie dafür eher nicht geeignet. Es sei denn, Sie streichen sehr, sehr dünn. Wir empfehlen daher, eine zähere Möbelfarbe zu verwenden, die nicht zu Nasen und Schlieren neigt.

Übrigens: Möbelfarbe können Sie auch zum Grundieren und Streichen der Stufen verwenden, wenn Sie sie entsprechend mit Terpentinersatz verdünnen. So benötigen Sie nur ein Produkt und haben am Ende nicht so viele Farbreste.

5 Comments

Emmi

Dass nur jede zweite Stufe gestrichen wird, auf die Idee bin ich auch schon gekommen. Könnte man nicht auch einfach die einzelnen Treppenstufen entfernen, um die Treppe zu streichen? Habt ihr Tipps dazu, was man machen kann, um die Tiere daran zu hindern in der Zeit die Treppe zu benutzen? Meine Katze hat manchmal ihre fünf Minuten.

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Thumser

Das Ausbauen von Stufen funktioniert im Regelfall nicht ohne die Hilfe des Zimmermanns oder Treppenbauers. Die Stufen sind in der Wange eingefasst, welche man inkl. Geländer entfernen müsste – so zumindest bei den meisten Holztreppen. Am besten Sie markieren die gestrichenen/getrockneten Stufen mit Post-it’s o.ä., so erkennen Sie, welche Stufen Sie betreten können. Und die Katze sollten Sie doch besser für die Zeit ausquartieren.

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Hildegard

Herzlichen Dank für die brauchbaren Tipps zum Treppenstreichen. Wir sind am Überlegen, ob wir dieses Jahr noch unseren alten Holztreppen einen neuen Anstrich verpassen. Die gute Anleitung wird uns dabei sehr nützlich sein.

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Thumser

Kommen Sie gerne vorbei oder rufen Sie uns an (040 54801220) wir haben auch die optimalen Farben für Sie.

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