Türen und Fenster streichen

Beim Renovierungsanstrich auf den Altanstrich achten

Fenster streichen - welche Farbe?

Bei Renovierungsanstrichen sollte die erste Frage immer lauten: „Was ist schon drauf?“ Foto: fotolia-Manok

Im März konnten Sie in unserem Beitrag „Werterhalt durch Neuanstrich“ nachlesen, worauf Sie beim Streichen von Holzfenstern und -türen achten sollten, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen und ihr natürliches Aussehen zu erhalten. In diesem Artikel geht es wieder um das Thema Türen und Fenster streichen, allerdings gehen wir dieses Mal auf die Anstrichmittel ein, denn bei einem Renovierungsanstrich lautet die erste Frage immer: „Was ist schon drauf?“

Renovierungsintervalle verlängern

Da das Aushängen von Haustüren mit viel Arbeit verbunden und das Streichen von so genanntem Filigranholz (wie Fensterrahmen) viel Fingerspitzengefühl erfordert, ist höchste Präzision in allen Arbeitsschritten gefordert. Das gilt besonders an den Abtropfkanten, denn an den von Regen besonders beanspruchten unteren Bauteilen, wie etwa den Wetterschenkeln, kann Feuchtigkeit besonders leicht ins Holz eindringen. Fazit: je sorgfältiger Sie arbeiten, umso länger die Renovierungsintervalle, so dass Sie sich frühestens nach zehn und bestenfalls erst nach 20 Jahren wieder mit dem lästigen Thema Fenster streichen befassen müssen.

Auf den Altanstrich kommt’s an!

Bei der Renovierung intakter Altanstriche kommt der Wahl der richtigen Farbe eine wichtige Rolle zu, denn Öl- oder Alkydfarben und Acryllack vertragen sich aufeinander nicht. Acryllacke sind ohnehin nur in den seltensten Fällen für Türen und Fenster geeignet. Schlimmstenfalls kommt es zu Schäden am Lack und die ganze Arbeit ist „für die Katz“. Das liegt daran, dass Öl- und Alkydfarben sehr blockfest sind, das heißt, dass sie nach der Austrocknung eine sehr harte Oberfläche bilden. Acrylfarben reagieren dagegen meistens „thermoplastisch“, was bedeutet, dass sie bei Wärme weich und bei Kälte spröde werden können – und das kann zu Verklebungen an den Kontaktbereichen bei aufeinander liegenden Acrylschichten führen.

Fenster streichen: Öl-, Alkyd- oder Acrylfarbe?

Welche Farbe zum Fenster streichen?

Welche Farbe zum Fenster streichen: Öl-, Alkyd- oder Acrylfarbe? Foto: fotolia-stockphoto-graf

Ein großer Vorteil von Acryllack ist, dass er sehr schnell trocknet. Das macht sich ebenfalls an den Kontaktbereichen bemerkbar, weil Türen und Fenster zum Trocknen der Farbe nicht so lange offen bleiben müssen. Die Skandinavier bevorzugen dagegen Öl- oder Alkydfarben wie u.a. Leinölfarbe, eine reine Biofarbe, oder Alkydfarbe, wenn sie Türen und Fenster streichen. Diese Werkstoffe haben eine sehr hohe Blockfestigkeit und sind nicht diffusionsoffen, so dass keine Feuchtigkeit in das Holz einziehen kann. So stellen Sie sicher, dass sich Fenster und Türen nicht verziehen können und die Farbe nicht durch aufquellendes Holz rissig wird.

Tipp: Wenn der Altanstrich aus acrylhaltiger Farbe besteht oder Sie irrtümlich schon mit einer diffusionsoffenen Farbe gestrichen haben, können Sie übrigens mit der Tür- und Fensterfarbe Fönsterfärg V problemlos drüber streichen. Diese Polyurethanacrylfarbe hat eine enorme Blockfestigkeit und verträgt sich auch mit acrylhaltigen Voranstrichen.

13 Comments

Emmi

Wir sind nach dem Streichen dazu übergegangen neue Fenster zu kaufen. Die alten waren einfach so sehr vom Wetter angegriffen, dass man nichts mehr machen konnte. Dann sollen lieber neue gekauft werden.

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Michael Bäcker

Danke für die Tipps zum Streichen von Fenstern. Mein Onkel hat sich Fenster nach Maß bauen lassen von einer Tischlerei und möchte die nun auch streichen. Ich denke, ihm würde Biofarbe auch am besten gefallen.

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Tom Vogt

Guten Abend,
bei meiner Haustür wollte ich schon längst mal mit einem neuen Anstrich ran. Aber bisher hab ich mich nicht an meine riesig und massive Haustür rangetraut diese auszuhängen. Jedoch muss ich das wirklich mal machen, die neue Farbe würde sicher gut daran aussehen.

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Kyra

Meine Tante möchte demnächst ihre Fenster streichen. Sie mag den skandinavischen Stil sehr gerne. Ich werde ihr Mal die Leinölfarbe ans Herz legen.

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Thomas

Bald kommt der Frühling. Es ist die Zeit, die Türen neu zu streichen. Da werde ich Acryllack nutzen, weil er sehr schnell trocknet.

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Walter Rutzmoser

Hallo,
wie soll ich meine neuen Nebeneingangsfüllungstüren am besten vor eintretender Feuchtigkeit schützen? Wenn sich die noch rohe Füllung mit Regenwasser voll saugt, quillt die Füllung so stark, das sich die Verleimung zu den seitlichen Türfiesen löst, oder die Füllung wölbt sich so stark, das noch mehr Regen eintritt. Was kann ich machen? Türe siehe Website!

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Neeltje

Vielen Dank für die Erklärung zu den unterschiedlichen Möglichkeiten Fenster anzustreichen. Ich frage mich, ob man auch Kunststofffenster anstreichen kann? Oder wäre es in dem Fall besser sie ganz auszutauschen?

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Mailin Dautel

Ich persönlich stehe vollauf diesen Kontrast aus weißen Fensterrahmen und der Steinwand. Wir müssen einige Fenster reparieren und austauschen und da dachten wir uns, dass wir dann auch gleich die Holzrahmen streichen. Der Tipp Polyurethanacrylfarbe einfach drüber zu streichen ist sehr gut, Danke !

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Toni Krause

Mein Vater meinte, dass bei ihm eine Haustürsanierung notwendig ist. Danke für den Tipp, dass Acryllack sehr schnell trocknet. Dadurch brauchen Türen und Fenstern nicht zu lange offen bleiben.

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Mailin Dautel

Ich finde den Schwedischen Farb- und Baustil sehr schön. Wir haben uns neue Fenster einsetzten lassen und uns für dieses Stil entschieden. Es ist gut zu wissen das sich die Polyurethanacrylfarbe mit dem acrylhaltigen Voranstrichen.verträgt weil wir unseren Schuppen auch in diesen Farben überstreichen wollen.

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Neeltje

Interessant, dass Öl- oder Acrylfarben und Acryllack sich nicht beim Anstrich vertragen. Zum Glück haben wir im Obergeschoss Kunststofffenster da stellt sich die Frage nicht so. Ich denke aber im Erdgeschoss müssen wir mal nachforschen um was für einen Altlack es sich handelt.

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