Typisch schwedisch

Bei der Gleichstellung auf Platz 1

Gender Equality ist im Schwedischen Farbenhandel gelebte Unternehmenskultur

Am 8. März ist internationaler Frauentag, der die Gender Equality in den Fokus rückt. Foto: Gerd Altmann/Pixabay

 

Am 8. März wird der internationale Weltfrauentag begangen, der seit mehr als 100 Jahren die Gleichstellung von Mann und Frau in den Fokus rückt. Wie es um die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der Europäischen Union bestellt ist, hat das Europäische Institut für Gleichstellungsfragen (EIGE) im Oktober 2020 in einer neuen Ausgabe des EU-Gleichstellungsindexes (Gender Equality Index) veröffentlicht. Während Deutschland mit 67,5 von 100 Punkten nur den zwölften Platz belegt, hält Schweden mit 83,8 Punkten die Spitzenposition im europäischen Ländervergleich.

Große Anstrengungen bei Gender Equality

Natürlich gibt es auch in Schweden noch Handlungsbedarf beim Thema Gleichberechtigung, aber unsere Nachbarn im Norden haben in der Vergangenheit große Anstrengungen unternommen, um die Beteiligung unterschiedlicher Geschlechter, Nationalitäten und Kulturen in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft gerechter zu gestalten und insgesamt zu verbessern. Mit Erfolg: So ist beispielsweise das geschlechtsspezifische Lohngefälle niedriger, es herrscht eine größere Diversität in den Unternehmen und die Elternzeit ist unter den Paaren ausgeglichener.

Gleichstellung von Mann und Frau selbstverständlich

Auch im Schwedischen Farbenhandel sind Gender Equality, flexible Arbeitszeiten, die Möglichkeit, sich während der Arbeitszeit fit zu halten und der Respekt vor den privaten Interessen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gelebte Unternehmenskultur. „Gerade hat einer unserer Mitarbeiter ganz selbstverständlich ‚pappaledig‘ (papafrei) genommen“, betont Ulf Feuerstein, „und bei der Einstellung neuer Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter entscheidet für mich die Qualifikation und ob er oder sie zu unserem Unternehmen passt!“ Drei festangestellte Männer und der Chef stehen denn auch fünf festangestellten Frauen gegenüber, die wie zum Beispiel Nicole le Moult, nicht unbedingt in so genannten „frauentypischen“ Berufen arbeiten. „In der Hauptsaison, wenn wir Unterstützung durch Teilzeitkräfte und Minijobber benötigen, kehrt sich das Verhältnis allerdings regelmäßig um“, erklärt Ulf Feuerstein. In den Sommermonaten werden in Lager und Versand rund 15 Aushilfen beschäftigt, von denen meist nur drei oder vier weiblich sind.

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