Wenn’s schön knallig sein soll

Problematische Farbtöne für den Außenbereich

Die Deckkraft hängt von den Pigmenten ab

Poppig bunte Anstriche sind im Außenbereich kein leichtes Unterfangen. fotolia-David Brown

 

Ein rosa Kinderspielhaus, eine knallrote Schaukel oder eine leuchtend grüne Fassade – wenn Sie sich für den Außenbereich poppig bunte Anstriche wünschen, kann das ein teures und auch ein recht kurzes Vergnügen werden. Woran das liegt, erfahren Sie hier:

Organische und anorganische Pigmente

Deckkraft und UV-Beständigkeit einer Farbe hängen sehr stark von den eingesetzten Pigmenten ab. Dabei wird zwischen organischen und anorganischen Pigmenten unterschieden. Während organische Pigmente, sofern sie natürlichen Ursprungs sind, auch als Pflanzen- oder Tierfarben bezeichnet werden, sind anorganische Pigmente rein mineralisch oder mineralischem Ursprungs, wie zum Beispiel Chromgelb, Eisenglimmer, Eisenoxid, Titanweiß, Malachit, Ultramarin oder Zinnober. Sie werden auch Erdfarben oder Mineralpigmente genannt und können heute industriell durch Fällung, Oxidation oder Erhitzen gewonnen werden.

Kräftige Töne vs. Deckkraft und UV-Beständigkeit

Organische Pigmente, die heutzutage auch synthetisch hergestellt werden können, zeichnen sich durch eine besondere Brillanz aus. Sie sind zumeist klar, grell, rein und bunt, aber leider auch für ihre schwächere Deckkraft bekannt. Außerdem sind sie nicht lichtecht, weshalb Farben mit organischen Pigmenten im Außenbereich unter Sonneneinfluss sichtbar ausbleichen. Anorganische Pigmente sind dagegen stark deckend und UV-stabil, jedoch verleihen Sie einer Farbe meistens eine leichte Trübung, die der Fachmann auch „pastellig“ nennt.

Auf der sicheren Seite mit Standardfarbtönen

In den meisten Schwedenfarben sind organische als auch anorganische Pigmente enthalten. Farben wie schwarz, viele dunklere Brauntöne oder das typische Schwedenroten enthalten sogar fast nur oder ausschließlich anorganische Pigmente. Dadurch sind sie natürlich top, was Deckkraft und UV-Beständigkeit angeht. Damit es für Sie aber nicht zu kompliziert wird, empfehlen wir für den Außenbereich in aller Regel Standardfarbtöne, die von uns für „gut“ befunden wurden. Wenn Sie sich dennoch für problematische Farbtöne im Außenbereich entscheiden, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, dass es bis zu vier Anstriche braucht, ehe die Farbe richtig deckt und Ihr Wunschfarbton nach geraumer Zeit ausbleichen wird. Im Zweifel sprechen Sie mit uns, denn in aller Regel finden wir einen Kompromiss-Farbton, der Ihren Vorstellungen weitestgehend entgegenkommt, gut deckt und eine gute UV-Beständigkeit mitbringt.

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