Werterhalt durch Neuanstrich

Fenster und Türen aus Holz brauchen regelmäßige Pflege

Holztüren und Holzfenster streichen

Fensterrahmen aus Holz brauchen in regelmäßigen Abständen einen neuen Anstrich. Foto: fotolia-stockphoto-graf

 

Wer sich für die schönere Alternative, nämlich Holztüren und -fenster, entschieden hat, muss sie alle paar Jahre streichen. Experten raten, nicht erst abzuwarten, bis abblätternde Farbe die Arbeiten dringlich machen. Vielmehr sollte man Fensterrahmen und Haustüren aus Holz in regelmäßigen Abständen einen neuen Anstrich gönnen, um sie vor Witterungseinflüssen zu schützen und ihr natürliches Aussehen zu erhalten. Während Lasuren je nach Bewitterung bereits nach ein bis zwei Jahren renovierungsbedürftig werden können, wird ein Neuanstrich bei deckenden Lacken mitunter erst nach zehn bis 15 Jahren fällig.

Holztüren und Holzfenster streichen

Holz ist relativ pflegeleicht und unsere schwedischen Lasuren und Lacke kann nahezu jeder leicht verarbeiten. Doch was für den Profi gilt, trifft auch auf den Heimwerker zu: Je besser die Vorbereitung, umso perfekter das Ergebnis. Bevor Sie die Holzfenster streichen, sollen Sie zu allererst abblätternden Lack mit einem groben Schleifpapier, einer Bürste oder einem Spachtel entfernen. Anschließend werden Spannungsrisse verspachtelt und alles noch einmal mit einem feinen Schleifpapier abgeschliffen. Achten Sie darauf: bei falscher Grundierung können die verspachtelten Risse eine Hohlkehle oder einen Wulst bilden, weil sich das Holz durch Feuchtigkeitsaufnahme ausdehnen kann. Moos oder Schimmel, der die Holzteile befallen hat, sollten Sie auf jeden Fall mit einem Schimmelentferner beseitigen. Auf so vorbereiteten Flächen haftet die neue Farbe einfach besser.

Damit der neue Lack lange hält

Bevor es an den ersten Anstrich geht, empfiehlt es sich, an den abgeschliffenen Stellen ein Grundieröl einzuarbeiten und nach dem Trocknen – je nach Wetterlage nach ein bis zwei Tagen – einen Sperr- und Haftgrund aufzutragen. Ist alles gut durchgetrocknet, folgt der erste Anstrich zum Beispiel mit dem wasserlöslichen Lack Fönsterfärg V. Ein bis zwei Tage später kann dann der Schlussanstrich folgen.

Lasuren – keine gute Wahl für Fenster und Türen

Wenn Sie Holzfenster streichen wollen, ohne die Holzmaserung zu überdecken, kommen Holzlasuren zum Einsatz. Wie bei einem Lackanstrich muss der Untergrund, sauber, trocken und intakt sein. Heutzutage sind Lasuren aber generell als Wetterschutzanstrich für Fenster und Türen nicht mehr zu empfehlen. Insbesondere bei maßhaltigen Hölzern können sie große Schäden verursachen, wenn man nicht regelmäßig in Intervallen von zwei bis drei Jahren neu streicht. Selbst unsere hochrobuste Silikonalkydlasur hält auf einem bewitterten Fenster kaum länger als drei bis vier Jahre. Ursächlich dafür ist die VOC-Verordnung der Europäischen Union von 2010, durch die zahlreiche Inhaltstoffe von Lasuren reglementiert wurden, ohne die aber ein anhaltender Holzschutz nicht mehr zuverlässig gegeben ist. Wir empfehlen Lasuren daher auch nur noch für Gartenmöbel, die bei schlechtem Wetter und im Winter ohnehin untergestellt werden, oder für Terrassen, die gewohnheitsmäßig alle ein bis zwei Jahre neu lasiert oder geölt werden.

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